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Chanukka beginnt: Wissenswertes zum jüdischen Lichterfest

Am 18. Dezember beginnt dieses Jahr Chanukka, das jüdische Lichterfest. Was steckt hinter dem Feiertag und welche Bräuche gibt es? Alles Wissenswerte auf einen Blick.

Das jüdische Lichterfest Chanukka findet dieses Jahr vom 18. bis 26. Dezember statt.
Foto: Drazen Zigic/Shutterstock.com

Am heutigen Sonntag beginnt Chanukka, das jüdische Lichterfest. Es zählt zu den wichtigsten Feiertagen des Judentums und beginnt jedes Jahr am 25. Kislew (der dritte Monat des jüdischen Kalenders) – 2022 geht das achttägige Fest vom 18. bis zum 26. Dezember. Bräuche, Essen, Bedeutung: Das gibt es zu Chanukka zu wissen.

Warum wird Chanukka gefeiert?

Das hebräische Wort „Chanukka“ bedeutet „Einweihung“. Das Fest hat geschichtliche Ursprünge und erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr. im gregorianischen Kalender).

Als die Juden im zurückeroberten Tempel aufräumten, fanden sie dort nur ein Fässchen Öl, um das Licht im Tempel zu entzünden. Am Ende brannte das Licht statt nur einer Nacht ganze acht Tage – ein Wunder. Deshalb wird Chanukka acht Tage lang gefeiert.

In Erinnerung an das Öl-Wunder wird während dem Lichterfest jeden Tag eine Kerze des traditionellen achtarmigen Leuchters, der Chanukkia, entzündet. Das Anzünden geschieht mithilfe der neunten Kerze, auch Diener oder auf Hebräisch „Schamasch“ genannt. Entzündet werden die Kerzen immer nach Sonnenuntergang und von rechts nach links – die neue immer zuerst – bis am letzten Tag alle acht Lichter leuchten. Der Leuchter muss so aufgestellt werden, dass er der Öffentlichkeit ins Auge fällt, schließlich soll er das „Wunder“ publik machen. Oft findet man ihn daher in Fenstern.

Spiele, Essen, Bräuche

Neben den Lichtern steht an Chanukka die Familie im Mittelpunkt. Es ist hauptsächlich ein häusliches Fest, man trifft sich zu Hause mit Freunden und Familie. Von Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht wird der Tradition nach im Haus nicht gearbeitet, sondern gesungen und gespielt.

Beliebt ist etwa das Dreidelspiel mit einem vierseitigen Holzkreisel mit vier hebräischen Schriftzeichen, die für den Spruch „Ein großes Wunder geschah hier“ stehen. Je nachdem, welche Seite man erdreidelt hat, kann man kleine Preise gewinnen. Die Kinder bekommen zudem jeden Abend Süßigkeiten, Geld oder andere Geschenke.

Traditionell kommen an Chanukka Speisen auf den Tisch, die in Erinnerung an das Öl-Wunder mit Olivenöl zubereitet werden, etwa Sufganiyot (Krapfen) oder Latkes (Kartoffelpuffer).

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