Startseite Schlagzeilen

Corona-Hammer: Bundesweiter „Freedom-Day“ fällt aus!

Die Corona-Maßnahmen bleiben bestehen! Damit hätte niemand gerechnet: der bundesweit geplante „Freedom Day“ am 20. März 2022 fällt aus.

Foto: Depositphotos/Unsplash

Keine Maskenpflicht, offene Bars, Clubs und Restaurants – Vor wenigen Wochen hieß es noch „Freedom Day: An diesem Tag werden alle Corona-Regeln fallen“.

Trotz der Omikron-Variante behaarte die CDU auf einen sogenannten „Freedom Day“. Geeinigt wurde sich auf den 20. März 2022 – einen Tag auf den die Bevölkerung bundesweit hin fieberte.

Viele kritisierten jedoch von Anfang an die Formulierung, da man davon ausgehen könnte, dass ALLE Corona-Beschränkungen Geschichte sind. Es ist jedoch der Tag, an dem die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie WEITESTGEHEND fallengelassen werden sollen.

<div class=“manual-ad“></div>

Aufgrund der hohen Inzidenzen und roten Klinik-Ampeln halten einige Bundesländer jedoch wieder an den bisherigen Einschränkungen fest und überlegen diese sogar zu verschärfen.

Dies ist eine schlechte Entwicklung, denn auch wenn die Intensivstationen bisher wenig belastet sind, sind es jetzt die Normalstationen. Die Hospitalisierungsrate ist derzeit auf einem hohen Niveau und wird weiterhin steigen.

Dazu kommt: Je mehr Menschen infiziert sind, desto mehr Menschen fehlen an wichtigen Arbeitsplätzen. Im Uni Klinikum Köln müssen jetzt wieder Operationen verschoben werden, weil zu viele Mitarbeiter infiziert sind.

<div class=“manual-ad“></div>

<h2>Bundesländer verschieben den „Tag der Freiheit“</h2>

Als erstes Bundesland verkündet Brandenburg, dass der bundesweit geplante „Freedom Day“ ausfallen wird. Die Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (64, Grüne) hält daran besonders fest und verschärft diese.

Folgende Regeln sollen ab Freitag den 18. März gelten:

❗️️ FFP2-Masken, 1,5 Meter Abstand und Zutrittsbeschränkung in Geschäften, Bussen, Bahnen, Taxis, Schiffen etc.

❗️Medizinische Masken in Schulen und Horten. Testpflicht 3x pro Woche für nicht geimpfte oder genesene Schüler und Lehrer.

❗️In allen übrigen Bildungseinrichtungen herrscht eine tägliche Testpflicht für Ungeimpfte und nicht Genesene.

❗️ Medizinische Masken in Kirchen, Synagogen und Moscheen.

❗️ Keine Teilnehmer-Obergrenzen mehr für Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern. Darum herrscht eine 2G-Plus-Regel: Eintritt nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem Test.

<div class=“manual-ad“></div>

<h2>Auch Ärztekammer Niedersachsen fordert Verschiebung von Corona-Lockerungen</h2>

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) warnt eindringlich davor, am kommenden Sonntag nahezu alle Corona-Regeln aufzuheben. „Ich stehe ausgesprochen ratlos vor den Beschlüssen der Bundesregierung, am 20. März alle effektiven Maßnahmen der Pandemiebekämpfung fallen zu lassen. Davor kann ich nur warnen“, sagte ÄKN-Präsidentin Martina Wenker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Wir haben ein Allzeithoch und vor allem täglich weiter steigende Inzidenzen“, stellte Wenker fest und findet: „Die Öffnungspläne müssen verschoben werden.“

Auch in Niedersachsen näherten sich die Hospitalisierungsquote und die Auslastung der Intensivbetten kritischen Werten, warnte die Medizinerin und fügte hinzu: „Ganz Deutschland ist doch momentan ein Hotspot.“ Das Virus sei nicht weg, und es werde sich auch am 20. März nicht in Luft auflösen, nur weil das Bundeskabinett einen „Freedom Day“ beschlossen habe.

<div class=“manual-ad“></div>

Schon gelesen?

>> Der Kreml plant Putins Absetzung

>> Gazprom-Chef ermordet

>> Putins Tochter auf der Flucht

Nach Ansicht Wenkers müssen mindestens die allgemeine Maskenpflicht und die derzeit bestehenden Regelungen weiter gelten, aber auch zusätzliche Verschärfungen dürften nicht ausgeschlossen werden. „Wenn die Zahlen noch weiter steigen, die Kliniken an die Belastungsgrenze gelangen und wir weitere Personalausfälle in der Patientenversorgung zu beklagen haben, dann sehe ich uns wieder in eine prekäre Situation kommen.

Und dann müssen wir auch wieder zu schärferen Maßnahmen greifen. Wir können doch nicht eine steigende Krankheitslast und immer mehr Todesfälle in Kauf nehmen, nur weil wir uns ein Datum gesetzt haben“, mahnte Wenker. „Das wäre geradezu verantwortungslos.“

<div class=“manual-ad“></div>

<h2>Kritik an der Pandemie-Politik wird lauter</h2>

„Die Position des Bundesgesundheitsministers ist zutiefst widersprüchlich“, äußerte sich der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wenn das Gesetz so verabschiedet wird, wie es vom Bundeskabinett eingebracht wurde, macht es alle Arbeit der letzten zwei Jahre obsolet“, fügte er hinzu.

Am heutigen Montag erreicht die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert. Laut RKI beträgt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aktuell 1543. Vor einer Woche betrug dieser noch 1259.

<div class=“manual-ad“></div>

Am kommenden Mittwoch soll erstmals über die Änderungen am Infektionsschutzgesetz im Bundestag beraten werden. Zwei Tage danach soll im Plenum über den umstrittenen Entwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) entschieden werden. Beide schlagen deutlich verringerte Schutzmaßnahmen für ganz Deutschland vor.

Die Strom- und Gaspreise explodieren >>Spare ohne viel Aufwand jährlich mehrere hundert Euro<<

Demnach solle die Maskenpflicht nur noch in Pflegeheimen, Kliniken und im Nahverkehr gelten. Die Testpflicht hingegen in Heimen und Schulen. Die einzelnen Länder sollen jedoch weitere Corona-Auflagen für bestimmte Hotspots individuell beschließen dürfen. Aufgrund der rasanten steigenden Infektionszahlen in den vergangenen Tagen wird an diesem Vorhaben jedoch von vielen Seiten kritisiert.

<div class=“manual-ad“></div>

<h2>FDP findet Lockerungen genau richtig</h2>

Die FDP verteidigte hingegen den Plan des „Freedom Days“. Der Wegfall der meisten Corona-Beschränkungen am 20. März sei ein großer Erfolg nach zwei Jahren Pandemie, meint der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai zur «Rheinischen Post».

Zudem bleibt jedes Land handlungsfähig, falls sich die Corona-Lage wieder drastisch verschärfen sollte. „Diese Kombination aus verantwortungsvollem Handeln und dem Ende der Freiheitseinschränkungen ist genau richtig“, erklärte er.

Quellen: Bild.de, Tagesschau.de, Presseportal Niedersachsen

nf24