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Deutsche Wirtschaft bricht drastisch ein

Die Gefahr einer Rezession ist drastisch angestiegen. Deutschland droht wegen des Ukraine-Krieges in eine Krise zu rutschen.

Foto: Depositphotos

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine belastet auch die deutsche Wirtschaft massiv. Die Wirtschafweisen warnen vor einem heftigen wirtschaftlichen Abschwung.

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Sie rechnen mit einem schlechten Jahr für Handel und Industrie, denn das Wirtschaftswachstum soll von erwarteten 4,6 auf 1,8 Prozent sinken. Zu diesem Schluss kommt der Bericht des Sachverständigenrats, das Wirtschafts-Expertengremium der Bundesregierung.

Ein „drastischer“ Einschnitt findet der Wirtschaftsweise Achim Truger, der mit Veronika Grimm, Monika Schnitzer und Volker Wieland dem Rat angehört, berichtet „Bild“.

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<h2>Ukraine Krieg und Corona-Folgen belasten Wirtschaft stark</h2>

Besondere Sorgen macht den Spezialisten ein möglicher Gas-Stop Putins, er könnte zu einer weiteren Schwächung der Wirtschaft führen und die Inflation anheizen. Schon jetzt sind Sprit und Gas unverhältnismäßig teuer geworden.

Die Folge: Putins Krieg gegen die Ukraine, könnte die Energiewende beschleunigen und die Abhängigkeit bei fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle und Öl von Russland deutlich verringern, allerdings zu extrem hohen Kosten in der Übergangszeit – Alternativen stehen nur begrenzt zur Verfügung.

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Durch die Corona-Maßnahmen und die Embargo sind viele Lieferketten unterbrochen und es fehlt beispielsweisen an Computerchips, so dass sich die Lieferzeiten teilweise auf über ein Jahr verlängern. Aber auch Kabelstränge und Getreide können beispielsweise nur noch unzureichend aus der Ukraine nach Deutschland geliefert werden, was zu weiteren Problemen führt und die Preise für Industrie und Kunden nach oben schnellen lässt.

„Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft das Wachstum, trägt zum weiteren Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise bei und führt zu hoher Unsicherheit“, erläutern die vier Ökonomen ihre Befürchtungen.

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<h2>Die Inflationsrate springt im März auf Rekordniveau</h2>

Der Krieg in der Ukraine heizt die Energiepreise an. Die Inflation in Deutschland steigt im März auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht.

Die Verbraucherpreise lagen im März 2022 um 7,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im Februar hatte die Jahresinflationsrate noch bei 5,1 Prozent gelegen.

Ähnlich hoch wie im März war die Inflationsrate in den alten Bundesländern zuletzt im Herbst 1981, als infolge der Auswirkungen des Ersten Golfkrieges die Mineralölpreise ebenfalls deutlich geklettert waren.

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<h2>Preise für fossile Brennstoffe explodieren</h2>

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Öl- und Gaspreise stark gestiegen, Tanken und Heizen verteuerte sich drastisch. Nach den vorläufigen Daten der Statistiker mussten die Menschen in Deutschland im März 39,5 Prozent mehr für Haushaltsenergie und Kraftstoffe ausgeben als im Vorjahresmonat. Nahrungsmittel verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 6,2 Prozent. Gegenüber Februar stiegen die Verbraucherpreise im März insgesamt um 2,5 Prozent.

Mit einer Entspannung bei den Preisen rechnen Volkswirte vorerst nicht. «Auch die Preise für Nahrungsmittel und Industriegüter dürften im Zuge des Einbruchs der Weizenexporte aus der Ukraine und Russland beziehungsweise aufgrund neuer Störungen der Lieferketten zusätzlichen Auftrieb erhalten», schrieb die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht für März. Nach einer Umfrage des Ifo-Instituts wollen immer mehr Firmen in den kommenden drei Monaten ihre Preise erhöhen. Preissteigerungen sind dem Wirtschaftsforschungsinstitut zufolge insbesondere im konsumnahen Bereich zu erwarten.

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<h2>Alles wird teurer</h2>

Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr derzeit mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von mehr als sechs Prozent. Das wäre der höchste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. In den alten Bundesländern hatte zuletzt im Gesamtjahr 1981 eine Sechs vor dem Komma bei der Inflationsrate gestanden mit damals 6,3 Prozent.

Nach Einschätzung der «Wirtschaftsweisen» müssen sich die Menschen in Europas größter Volkswirtschaft in Folge des Ukraine-Krieges auf dauerhaft höhere Energiepreise einstellen. Dadurch, dass sich Deutschland unabhängiger von Gas- und Ölimporten aus Russland mache, stiegen langfristig die Kosten, sagte Veronika Grimm vom Wirtschaftssachverständigenrat der Bundesregierung. «Die Energiepreise werden dadurch strukturell höher bleiben, als sie es vor dieser Krise waren.»

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Höhere Inflationsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger leisten können. Das kann den privaten Konsum dämpfen und damit die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch ausbremsen.

Quelle: Bild

nf24