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Prinz Azim von Brunei (38) gestorben

Trauer um Azim von Brunei: Der Prinz starb am Samstag im Alter von 38 Jahren. Über die Todesursache kann bislang nur spekuliert werden.

Foto: Depositphotos/Unsplash

Trauer um Azim von Brunei: Der Prinz starb am Samstag im Alter von 38 Jahren. Über die Todesursache kann bislang nur spekuliert werden.

„Der Sohn von Sultan Hassanal Bolkiah starb am 24. Oktober gegen 10.08 Uhr“, verkündete der Pressedienst des südostasiatischen Sultanatas Brunei am Wochenende. Brunei ist einer der reichsten Länder der Erde. Der Prinz soll an einer schweren Krankheit gelitten haben. Über die Todesursache wurde geschwiegen. „Der 38-Jährige soll an einer schweren Krankheit gelitten und bereits seit längerem im Krankenhaus gelegen haben. Woran genau er erkrankt war, wurde nicht bekannt gegeben. Laut „El Confidencial“ soll er Krebs gehabt haben“, berichtet „Bild“.

Es wurde eine Staatstrauer angeordnet, die Fahnen sollen auf halbmast eingezogen werden und die Bevölkerung als Zeichen der Trauer ganz in Weiß kleiden.

Monarchie

In Brunei herrscht ein absoluter Monarch. Der Sultan ist gleichzeitig Staatsoberhaupt und religiöses Oberhaupt Bruneis. In seinen Händen liegt die Staats- und Rechtssprechungsgewalt. Der Sultan Bruneis Hassanal Bolkiah regiert das Land seit 1984 und ist eines der am längsten amtierenden Staatsoberhäupter weltweit. Ideologisch basiert das politische Leben seit den 1980er Jahren auf dem Konzept eines Malaiisch-Islamischen Brunei, wonach die Monarchie die malaiische Sprache, Kultur und Traditionen sowie die islamische Religion und das islamische Recht bewahrt und eine von Gott gewollte, alle Klassen und Schichten übergreifende Regierungsform ist.

Homosexualität

2014 wurde die erste Phase des Bestrafungskatalogs gemäß der Scharia eingeführt. Sie sieht die Todesstrafe für bestimmte Vergehen, Prügelstrafe und Amputationen vor. Im März 2019 wurde eine weitere Verschärfung bestätigt. Damit ist auch die Todesstrafe bei Homosexualität möglich. Homosexuelle sollen hierbei unter Berufung auf das islamische Recht zu Tode gesteinigt werden.

Dabei war der eigene Sohn des Sultans, der Prinz für ausschweifende Partys bekannt war und, soll homosexuell gewesen sein. Promi-Blogger Perez Hilton (42) hatte den Sohn und Zweitgeborenen des Sultans von Brunei in einem YouTube-Video als schwul geoutet, berichtet Bild.

Quellen: Bild, T-Online, Wikipedia

nf24