Ein unbekannter Anrufer löste in Pfedelbach einen großen Polizeieinsatz aus. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen, keine verletzte Person gefunden.
Pfedelbach: Polizeieinsatz nach Swatting-Anruf

Heilbronn (ost)
Pfedelbach: Verdächtiger Anruf löst großen Polizeieinsatz aus
Am späten Donnerstagnachmittag führte ein bisher unbekannter Anrufer zu einem größeren Polizeieinsatz in Pfedelbach. Gegen 16:45 Uhr meldete sich eine männliche Person telefonisch beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Heilbronn, gab einen Namen und eine angebliche Adresse in Pfedelbach an und behauptete, eine Person erschossen zu haben. Zahlreiche Polizeistreifen eilten daraufhin nach Pfedelbach und sicherten das Gebiet großräumig ab. Gegen 17:45 Uhr wurde der mutmaßliche Anrufer schließlich widerstandslos festgenommen. Weder in der Wohnung des vermeintlichen Anrufers noch in der näheren Umgebung konnte eine tote oder verletzte Person gefunden werden. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich bei dem Anruf um einen „Swatting-Fall“ handelte. Die Ermittlungen sind im Gange.
„Swatting“ bezeichnet die absichtliche Falschmeldung bei der Polizei oder Rettungsdiensten, um einen bewaffneten Großeinsatz (z.B. durch Spezialeinheiten) an einer bestimmten Adresse auszulösen. Die Täter geben dabei vor, schwere Straftaten oder akute Gefahrensituationen zu melden. Je nach Fall liegen bei Swatting-Verstößen Verstöße gegen §145 StGB (Missbrauch von Notrufen) oder §145d StGB (Vortäuschen einer Straftat) vor.
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Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Mordraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 315 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 304 auf 312. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 381 auf 402, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 315 | 338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 304 | 312 |
| Anzahl der Verdächtigen | 381 | 402 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 345 | 363 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 36 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 165 | 211 |
Quelle: Bundeskriminalamt








