Die Polizei erhöht die Präsenz bei Veranstaltungen, kontrolliert Messerführungsverbot und warnt vor K.O.-Tropfen. Sicher feiern mit Polizeiunterstützung und Vorsicht.
Tübingen: Polizei intensiviert Kontrollen und gibt Tipps

Reutlingen (ost)
Landkreise Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalbkreis:
Die diesjährige Karnevalssaison hat begonnen. Die ersten Events und Umzüge haben bereits stattgefunden oder stehen in den kommenden Tagen an. Ein Höhepunkt und Anlass, auf den viele Karnevalsfans warten, um ausgelassen zu feiern. Die zahlreichen Aktivitäten rund um den Karneval bergen jedoch auch die Gefahr, etwas mehr zu trinken als üblich. Aus Spaß kann schnell Ernst werden, besonders wenn man betrunken einen Unfall verursacht oder von der Polizei am Steuer erwischt wird. Mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt auch die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden oder sich selbst zu Straftaten hinreißen zu lassen.
Um zu verhindern, dass für manchen Narren bereits vor Aschermittwoch eine persönliche Enttäuschung eintritt, gibt die Polizei folgende Ratschläge:
Kinder und Jugendliche möchten vieles ausprobieren, können aber oft die Konsequenzen nicht abschätzen. Daher sind auch die Erwachsenen durch Jugendschutzbestimmungen in der Verantwortung. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder -beauftragten auf Karnevalsbällen nichts zu suchen. Für sie ist jeglicher Alkoholkonsum tabu. Zwischen 16 und 18 Jahren darf zwar Sekt, Wein oder Bier getrunken werden, jedoch dürfen Schnaps und andere branntweinhaltige Getränke – auch Mixgetränke und Alkopops – nur an Volljährige ausgeschenkt werden.
Allgemein wird die Polizei, wie in den vergangenen Jahren, bei größeren Veranstaltungen und Umzügen verstärkt präsent sein und vermehrt Kontrollen durchführen. Einen besonderen Schwerpunkt der polizeilichen Überprüfungen legen die Polizeibeamten insbesondere auf das gesetzliche Verbot, Messer jeglicher Art bei öffentlichen Veranstaltungen zu führen. Dies gilt uneingeschränkt, nicht nur in Festhallen, sondern auch beispielsweise bei Umzügen. Im Rahmen der Kontrollen können Personen gestoppt, befragt, ihre mitgeführten Gegenstände überprüft und Personen auf das Vorhandensein von Messern durchsucht werden.
Die Einsatzkräfte agieren sowohl offen und durch ihre Warnwesten mit der Aufschrift „Polizei“ gut erkennbar als auch in Zivil.
Nicht nur die Themen Alkohol, Drogen und das Messerführungsverbot stehen im Fokus der Polizei, auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die allgemeine Kriminalität und die abstrakte Terrorgefahr haben die Polizeibeamtinnen und -beamten im Blick.
Vor allem Frauen haben Angst, Opfer von K.O.-Tropfen zu werden, deren Symptome zunächst denen von übermäßigem Alkoholkonsum ähneln. Die Substanz ist im Blut nur fünf bis acht Stunden, im Urin maximal zwölf Stunden nachweisbar, daher ist es sehr wichtig, bei einem begründeten Verdacht so schnell wie möglich Blut und Urin ärztlich untersuchen zu lassen. Die Polizei empfiehlt vorsorglich, bei Feiern Getränke nie unbeaufsichtigt stehen zu lassen und insbesondere von unbekannten Spendern oder flüchtigen Bekanntschaften keine offenen Getränke anzunehmen.
Die Polizei setzt sich für ein sicheres Feiern an Karneval in engem Kontakt mit den Kommunen sowie Veranstaltern ein und ist vor Ort präsent. Wir können jedoch nicht überall sein. Unser Appell an die Bevölkerung ist daher: Sprechen Sie uns an, wenn Ihnen etwas oder jemand verdächtig erscheint oder wenn Ihnen jemand unangemessen nahe kommt – und sowieso, wenn Straftaten vorliegen. Im Notfall sofort 110 wählen!
Zudem können bei Bedarf auch Drohnen zum Einsatz kommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Baden-Württemberg für 2022/2023
Die Drogenraten in Baden-Württemberg zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 40049 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 37873 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 36787 auf 34877. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 32420 auf 30714 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 28389 auf 26963 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 4031 auf 3751 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 10727 auf 11419. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 40.049 | 37.873 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36.787 | 34.877 |
| Anzahl der Verdächtigen | 32.420 | 30.714 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 28.389 | 26.963 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4.031 | 3.751 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 10.727 | 11.419 |
Quelle: Bundeskriminalamt








