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Bahnhof München Ost: AGV-Verstöße und sexuelle Belästigung

Allgemeinverfügung in Münchner Bahnhöfen verletzt, sexuelle Belästigung im ICE.

Seit 28. November 2025 - und noch bis 4. Januar 2026 - gilt eine Allgemeinverfügung der Bundespolizei, die das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenstände in drei Münchner Bahnhöfen sowie drei S-Bahnhaltepunkten verbietet. Beim Aufhängen von Hinweisplakaten am Marienplatz wurden Beamte angepöbelt und tätlich angegriffen. Zudem kam es in einem Schnellzug zu Bedrohungen, Beleidigungen und sexueller Belästigung gegen Zugbegleitpersonal.
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Ab dem 28. November 2025 – und noch bis zum 4. Januar 2026 – ist eine Allgemeinverfügung der Bundespolizei in Kraft, die das Tragen von Waffen und gefährlichen Gegenständen in drei Münchner Bahnhöfen sowie drei S-Bahn-Haltestellen verbietet. Beim Anbringen von Hinweisplakaten am Marienplatz wurden am Samstagmorgen (29. November) Beamte beschimpft und körperlich angegriffen. Außerdem kam es am Samstagabend (29. November) in einem Schnellzug zu Bedrohungen, Beleidigungen und sexueller Belästigung des Zugbegleitpersonals.

* Verbot des Mitführens/Allgemeinverfügung:

Um 03:30 Uhr beleidigte ein 29-jähriger Russe Bundespolizisten, die Plakate zum Mitführverbot am Marienplatz anbrachten. Er ging auf die Beamten zu und provozierte sie mit Aussagen zum Verbot. Als der 2008 erstmals in das Bundesgebiet eingereiste Mann daraufhin kontrolliert werden sollte, versuchte er zu fliehen, wurde jedoch gestellt und überwältigt. Dann mischte sich ein 27-jähriger Deutscher (Begleiter des Mannes) ein und störte die Maßnahmen. Beim Wegschieben aus der Kontrollsituation griff auch er die Beamten körperlich an, wurde jedoch überwältigt. Keine der beteiligten Personen wurde verletzt. Gegen die beiden wird nun wegen körperlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Der 29-Jährige, der bisher wegen Delikten im Betäubungsmittelbereich polizeilich bekannt war, verweigerte einen Alkoholtest. Beim jüngeren Mann aus Aschheim wurde ein Atemalkoholwert von 1,46 Promille festgestellt, beide blieben auf freiem Fuß.

Bei den Kontrollen im Rahmen der Allgemeinverfügung wurden am Samstag (29. November) zwei Verstöße gegen das Mitführverbot festgestellt. Gegen 23:30 Uhr führte ein 17-jähriger Ukrainer im Ostbahnhof ein Tierabwehrspray mit. Bei seinem Begleiter, einem ebenfalls 17-jährigen Ukrainer, wurde ein Multitool festgestellt. Beide Gegenstände wurden sichergestellt.

Die Bundespolizei weist auf die verstärkten stichpunktartigen Kontrollen in den Bahnhöfen Hauptbahnhof, Ostbahnhof und Pasing sowie an den S-Bahn-Haltestellen Marienplatz, Karlsplatz (Stachus) und Hauptbahnhof hin und bittet Reisende und Bahnhofsbesucher, die Allgemeinverfügung zu beachten.

** Sexuelle Belästigung im ICE:

In einem fahrenden Zug (ICE 681 zwischen Ingolstadt und München) belästigte am Samstagabend (29. November) gegen 22:40 Uhr ein 31-jähriger Mann eine Zugbegleiterin sexuell. Dabei kam es auch zu Bedrohungen und Beleidigungen. Über die Transportleitung Fernverkehr wurde der Bundespolizei in dem aus Lübeck kommenden Schnellzug ein aggressiver Mann gemeldet. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 31-Jährige einer Mitarbeiterin der Deutschen Bahn mit dem Tod gedroht und einen anderen Zugbegleiter beleidigt. Außerdem kam es zu unsittlichen Berührungen gegenüber der 23-jährigen Mitarbeiterin der Deutschen Bahn. Dabei soll der Mann aus Bogenhausen (Atemalkoholwert: 1,56 Promille) der Zugbegleiterin mit der Hand über das Gesicht und die Arme gestrichen und die junge Frau – gegen ihren Willen – umarmt haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I wurde eine Blutentnahme zur DNA-Analyse angeordnet, nachdem der 31-Jährige dies freiwillig abgelehnt hatte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wegen Bedrohung, sexueller Belästigung und Beleidigung auf freien Fuß gesetzt.

*** Das beigefügte Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz „Bundespolizei“ im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.

Quelle: Presseportal

nf24