Ein 35-jähriger Ungar griff einen chinesischen Mann vor der Bahnhofsmission an und wird dem Haftrichter vorgeführt.
München: Angriff vor Bahnhofsmission

München (ost)
Am Montagnachmittag blockierte ein 35-jähriger Ungar den Zugang zur Bahnhofsmission am Hauptbahnhof München für einen anderen Mann. Als dieser versuchte einzutreten, griff der Ungar ihn an. Der Verdächtige wird heute dem Haftrichter vorgeführt.
Um 14:15 Uhr stand ein 35-jähriger Ungar vor dem Eingang zur Bahnhofsmission. Als ein 57-jähriger Chinese die Hilfseinrichtung am Gleis 11 betreten wollte, stieß der Ungar ihn unerwartet gegen die Eingangstür. Kurz darauf schlug der 35-Jährige mit seiner Gehhilfe auf den Oberkörper des Chinesen. Die alarmierten Bundespolizisten brachten die Beteiligten zur Klärung des Vorfalls zur Wache in der Denisstraße. Der Angegriffene erlitt sichtbare leichte Verletzungen, benötigte jedoch keinen Rettungsdienst. Bei der Feststellung der Identität des Ungarn stellte sich heraus, dass ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I wegen exhibitionistischer Handlungen gegen ihn vorlag. Da er die Geldstrafe von 1320 Euro nicht bezahlen konnte, muss er nun für 44 Tage ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete außerdem die Vorführung beim Haftrichter für heute an. Der 35-Jährige war in der Vergangenheit wegen Gewalt-, Eigentums- und Sexualdelikten polizeilich bekannt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Quelle: Presseportal








