Ein Feuerwehreinsatz wegen angebranntem Essen führt zur Entdeckung einer Cannabisplantage in einem Wohnhaus.
Feuerwehreinsatz in Quakenbrück

Osnabrück (ost)
Ein Einsatz der Feuerwehr aufgrund von angebranntem Essen führte am späten Dienstagabend zur Entdeckung einer Cannabisplantage. Gegen 22 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Wohnhaus in der Straße Am Tannenwald gerufen, nachdem die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Vor Ort drang die Feuerwehr in die Wohnung ein und bemerkte eine starke Rauchentwicklung. Der Grund dafür war anscheinend vergessenes Essen im Ofen. Der Bewohner des Hauses war zu diesem Zeitpunkt abwesend. Nachdem das verbrannte Essen entfernt und die Räume überprüft worden waren, stießen die Einsatzkräfte auf eine weitere, ungewöhnliche Entdeckung:
In der Wohnung befanden sich mehrere große Cannabis-Pflanzen sowie spezielle Zelte zur Aufzucht. Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde die Wohnung noch am Abend durchsucht. Dabei fanden die Polizisten im Obergeschoss des Hauses einen Raum, der komplett als Indoor-Plantage genutzt wurde. Mehrere Zelte mit Cannabis-Pflanzen, umfangreiche Beleuchtung und Heiztechnik sowie Wände, die mit Alufolie bedeckt waren, wiesen auf einen professionellen Anbau hin. Die Cannabis-Pflanzen, bereits geerntetes Material und die gesamte Aufzuchttechnik wurden beschlagnahmt. Gegen den Bewohner des Hauses wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung, wobei im Jahr 2022 35.970 Fälle registriert wurden und im Jahr 2023 36.058 Fälle. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant bei etwa 33.800 Fällen in beiden Jahren. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 30.300 im Jahr 2022 auf 29.653 im Jahr 2023 zurück. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen war mit 25.755 im Jahr 2023 höher als im Jahr 2022 mit 26.376. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen blieb mit 3.898 relativ konstant. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 7.947 im Jahr 2022 auf 8.584 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit insgesamt 73.917 Fällen. Dies zeigt, dass die Drogenkriminalität in Niedersachsen im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen deutlich niedriger ist.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








