Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Handorf: Falsche Polizeibeamte erbeuteten Gold und Schmuck

Immer wieder versuchen Betrüger als falsche Polizeibeamte ihr Glück. Bei einem Senior in Fleestedt gelang es ihnen, Gold und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro zu stehlen.

Foto: unsplash

Seevetal/Fleestedt (ost)

Falsche Beamte der Polizei haben Gold und Schmuck gestohlen

Es gibt immer wieder Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte. Oft erkennen die Angerufenen den Trick und beenden das Gespräch. Am Montagabend gingen in der Polizei in Tostedt etwa 30 Anrufe von Menschen ein, die einen Betrugsversuch melden wollten.

Heute (20.01.2026) waren die Täter erfolgreich: In Fleestedt läutete am späten Nachmittag das Telefon eines älteren Mannes. Auf dem Display war die Nummer 110 zu sehen. Im Gespräch erklärte der vermeintliche Polizeibeamte, dass es in der Nähe des Wohnorts zu einem Überfall gekommen sei und man befürchte, dass auch der Angerufene Opfer werden könnte. Sie vereinbarten ein Codewort, mit dem sich die „Beamten“ in Zivil identifizieren wollten, um in der Wohnung des Mannes nachzusehen.

Kurz nach dem Anruf stand dann ein etwa 20-jähriger Mann vor der Tür und nannte das Codewort. Ein etwa 45-jähriger „Kollege“ kam kurz darauf hinzu. Die beiden falschen Polizeibeamten hielten den Mann über eine Stunde lang in einem Gespräch fest und überprüften nebenbei, ob alles in der Wohnung in Ordnung war. Nachdem sie die Wohnung verlassen hatten, dämmerte dem älteren Mann, dass es sich um Betrüger handeln könnte. Bei genauerer Betrachtung stellte er fest, dass sie Goldmünzen und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen hatten. Da die Täter wahrscheinlich auch das Telefon des Mannes manipuliert hatten, konnte er die echte Polizei erst mit einiger Verzögerung informieren.

Die Polizei weist erneut darauf hin, dass es keine telefonischen Warnungen vor Straftaten oder Aufforderungen gibt, Wertsachen in Sicherheit zu bringen. Insbesondere wird bei Anrufen der Polizei nicht die Nummer 110 im Display angezeigt. Im Zweifelsfall sollte das Gespräch beendet und die örtliche Polizei unter der bekannten Rufnummer oder über den Notruf kontaktiert werden.

Radbruch/A 39 – Nach Kollision geflüchtet

Auf der A 39 in Richtung Hamburg kam es gestern, am 20.01.2026, zu einer Unfallflucht. Kurz vor 20 Uhr kollidierte der 33-jährige Fahrer eines BMW seitlich mit dem Ford Fiesta eines 27-Jährigen beim Überholen. Der Fiesta schleuderte über die Fahrbahn und prallte gegen beide Seitenleitplanken. Dabei wurden der 27-Jährige sowie zwei Männer im Alter von 32 und 36 Jahren, die im Fahrzeug saßen, leicht verletzt. Sie wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Der Fahrer des BMW setzte seine Fahrt fort. Zeugen verfolgten ihn und meldeten der Polizei seine Route, sodass Beamte das Fahrzeug schließlich im Bereich Vögelsen stoppen konnten. Sie stellten frische Unfallschäden am Fahrzeug fest. Der 33-jährige Fahrer machte keine Angaben zum Unfall. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Außerdem wurde sein Führerschein von den Beamten beschlagnahmt.

Aufgrund des verunfallten Ford Fiesta kam es kurz darauf zu einem weiteren Unfall auf der A 39. Eine 27-jährige Frau verringerte die Geschwindigkeit ihres Peugeot, um nicht mit dem verunfallten Ford Fiesta zusammenzustoßen. Ein 78-jähriger Mann, der mit seinem VW hinter ihr fuhr, schätzte die Situation falsch ein, wechselte noch auf den linken Fahrstreifen und kollidierte mit dem Peugeot. Beide Beteiligten wurden leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Die A 39 musste an der Anschlussstelle Handorf für Rettungsmaßnahmen und Aufräumarbeiten vollständig gesperrt werden. Gegen den 33-jährigen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtanzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle betrugen 173.330, was 81,86% aller Unfälle entspricht. In Ortslagen innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24