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Landkreis Oldenburg: Glätteunfälle in Delmenhorst/ Oldenburg-Land/ Wesermarsch

Am Freitagmorgen kam es zu über 30 Verkehrsunfällen aufgrund von Glätte. Insgesamt entstand ein Sachschaden von über 230.000 Euro.

Foto: Depositphotos

Delmenhorst (ost)

Am frühen Morgen des 23. Januar 2026, zwischen 05:00 Uhr und 12:00 Uhr, ereigneten sich im Inspektionsbereich, insbesondere im Landkreis Oldenburg und auf den Autobahnen 1 und 29, zahlreiche Verkehrsunfälle aufgrund von Glätte.

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 30 glättebedingte Verkehrsunfälle von der Polizei registriert.

Um 06:40 Uhr geriet ein 40-jähriger Fahrer aus Wildeshausen mit seinem Sattelzug auf der Autobahn 1 in Richtung Münster bei Emstek ins Schleudern und kippte schließlich um. Ein 60-jähriger Fahrer aus Meschede konnte mit seinem VW nicht rechtzeitig bremsen und rutschte gegen den umgekippten Sattelzug auf der Fahrbahn.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Der entstandene Sachschaden wurde auf 120.000 Euro geschätzt. Weder der Sattelzug noch der Pkw waren nach dem Unfall fahrbereit. Die Bergung des Sattelzugs führte zu einer stundenlangen Sperrung der Autobahn 1.

Auf der Autobahn 1 in Richtung Osnabrück kam es um 06:51 Uhr in Wildeshausen zu einem Unfall zwischen einem Seat und einem Peugeot aufgrund der glatten Fahrbahn. Der Seat rutschte auf den Peugeot aufgrund des verlängerten Bremswegs und beide Fahrzeuge gerieten ins Schleudern, wobei der Seat gegen die Mittelschutzplanke prallte. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es gab keine Verletzten und der Sachschaden wurde auf 45.000 Euro geschätzt.

Auf der Autobahn 29 in Richtung Osnabrück kam es in Großenkneten zu einem Unfall zwischen drei Pkw. Eine 27-jährige Fahrerin aus Oldenburg geriet mit ihrem Chevrolet ins Schleudern, woraufhin ein 37-jähriger VW-Fahrer aus Edewecht auf sie auffuhr. Eine 27-jährige Fahrerin aus Oldenburg, die hinter dem VW-Fahrer fuhr, wich aus und prallte gegen die Außenschutzplanke.

Die Chevrolet-Fahrerin und der VW-Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wurde auf 19.000 Euro geschätzt.

Ein 53-jähriger Fahrer war mit Sommerreifen in seinem Honda auf der Autobahn 1 in Richtung Münster in Großenkneten unterwegs. Um 08:50 Uhr verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug aufgrund der winterglatten Fahrbahn und prallte gegen die Mittelschutzplanke.

Es entstand ein Sachschaden von über 37.000 Euro und der Pkw war nicht mehr fahrbereit. Gegen den Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Bei einem Überholmanöver geriet ein 44-jähriger Fahrer aus Oldenburg auf der winterglatten Sager Straße in Großenkneten zu schnell und rutschte nach links in einen wassergeführten Graben. Der VW überschlug sich und landete auf dem Dach im Graben.

Der Fahrer und sein 37-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden betrug 7.000 Euro.

In Ovelgönne auf der Meerkircher Straße kam ein 72-jähriger Fahrer um 06:45 Uhr mit seinem Dacia aufgrund der Glätte von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Dabei lösten sich die Airbags aus und der Mann erlitt leichte Verletzungen.

Ein Rettungswagen brachte den 72-jährigen Fahrer in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% aller Unfälle entspricht. Die restlichen 173.330 Unfälle waren Sachschadensunfälle, was 81,86% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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