Ein 28-Jähriger wurde wegen mehrerer Raubtaten in Oldenburg festgenommen, nachdem er Reizgas bei Diebstählen einsetzte.
Oldenburg: Verdächtiger in Haft

Oldenburg (ost)
Seit Mitte Oktober ereigneten sich mehrere Straftaten im Stadtgebiet von Oldenburg, bei denen ein Dieb Reizgas benutzte. Nach intensiven Ermittlungen haben die Polizei und die Staatsanwaltschaft nun einen Erfolg zu verzeichnen.
Am 29. Dezember wurde ein 28-jähriger Oldenburger festgenommen und mittlerweile inhaftiert. Die Straftaten, die dem Haftbefehl zugrunde liegen, erstrecken sich über mehrere Monate.
Im Oktober wurde in einem Supermarkt in der Alexanderstraße ein Diebstahl begangen. Der Täter setzte Reizgas ein, verletzte mehrere Personen und flüchtete, nachdem er von einem Mitarbeiter angesprochen wurde.
Im November ereignete sich ein weiterer Vorfall in einem Supermarkt in der Edewechter Landstraße. Auch hier beging der Oldenburger Diebstahl, bedrohte Mitarbeiter mit Reizgas und flüchtete mit einem Fahrrad.
Anfang Dezember kam es zu zwei weiteren Vorfällen. Nach einem Diebstahl in einem Supermarkt am Scheideweg setzte der Verdächtige erneut Reizgas ein. Ebenso wurde nach einem Diebstahl im Hochheider Weg einige Tage später Reizgas eingesetzt, wobei Personen verletzt wurden.
Die Ermittlungen erhärteten den Verdacht gegen den 28-Jährigen, weshalb ein Haftbefehl unter anderem wegen schweren Raubes, räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung erlassen wurde.
Vor der Vollstreckung des Haftbefehls ereigneten sich zwei ähnliche Taten. Kurz vor Weihnachten beging ein Mann einen räuberischen Diebstahl in einer Tankstelle an der Nadorster Straße und setzte bei seiner Flucht ebenfalls Reizgas ein. Am zweiten Weihnachtstag fand ein schwerer Raub in einem Kiosk am Vahlenhorst statt, bei dem der Täter erneut Reizgas verwendete. Auch hier wurden die Angestellten verletzt. Ein Tatverdacht gegen den 28-Jährigen wird in beiden Fällen geprüft, während die Ermittlungen noch andauern.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Räuberieraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3370 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 4234 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 2265 im Jahr 2022 auf 2839 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2903 im Jahr 2022 auf 3420 im Jahr 2023. Darunter waren 2625 männliche Verdächtige, 278 weibliche Verdächtige und 1144 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.370 | 4.234 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 2.265 | 2.839 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.903 | 3.420 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.625 | 3.115 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 278 | 305 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.144 | 1.459 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








