Die Polizei warnt vor angeblichen Lottogewinnen und fordert zur Vorsicht auf. Betrugsversuche durch falsche Gewinnbenachrichtigungen werden massenhaft versandt.
Varel: Betrugsmasche per E-Mail

Varel (ost)
Derzeit ist der Polizei eine betrügerische Masche bekannt, bei der Bürgerinnen und Bürger per E-Mail über einen angeblichen Lottogewinn informiert werden. In der Nachricht mit dem Betreff oder Inhalt „Letzte Benachrichtigung über die Auszahlung des nicht eingeforderten Gewinn Geld“ wird behauptet, es bestehe ein Gewinnanspruch in Höhe von 1.250.225,15 Euro. Der vermeintliche Gewinn wird von einer angeblichen „Kommission für internationales Lotto“ sowie einer angeblichen Anwaltskanzlei versprochen. Um angeblich den Gewinn auszahlen zu können, werden die Empfänger aufgefordert, ein Anmeldeformular auszufüllen und umfangreiche persönliche Daten zu übermitteln. Gefragt werden unter anderem Personaldaten, Bankverbindungen sowie Kopien von Ausweisdokumenten. Zusätzlich wird die Zahlung von angeblichen Gebühren, einschließlich zehn Prozent der Gewinnsumme an eine angebliche Sicherheitsfirma, gefordert. Diese Nachrichten sind ein Betrugsversuch. Die E-Mails werden derzeit in großer Zahl an viele Empfänger im lokalen Bereich verschickt. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Gewinne aus Lotterien nur dann möglich sind, wenn tatsächlich an einer solchen teilgenommen wurde. Seriöse Gewinnbenachrichtigungen verlangen weder Vorauszahlungen noch die Weitergabe sensibler persönlicher Daten. Empfehlungen der Polizei zum Schutz vor Betrug: – Zahlen Sie niemals Geld, um einen angeblichen Gewinn zu erhalten. – Leisten Sie keine Gebühren oder Vorauszahlungen und rufen Sie keine kostenpflichtigen Sonderrufnummern an. – Machen Sie keine Zusagen gegenüber unbekannten Absendern. – Geben Sie keine persönlichen Daten weiter, insbesondere keine Telefonnummern, Adressen, Bank- oder Kreditkartendaten sowie keine Kopien von Ausweisen. – Weisen Sie unberechtigte Geldforderungen konsequent zurück. – Kategorisieren Sie entsprechende Nachrichten als Spam und löschen Sie sie. Wenn Sie bereits Kontakt zu den Absendern hatten oder Zahlungen geleistet haben, wird empfohlen, sich an die örtliche Polizeidienststelle zu wenden.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 auf 5070. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3226 auf 3422, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2212 auf 2310 und die der weiblichen Verdächtigen von 1014 auf 1112 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 788 auf 950. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 12.917 | 13.218 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 4.662 | 5.070 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.226 | 3.422 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.212 | 2.310 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.014 | 1.112 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 788 | 950 |
Quelle: Bundeskriminalamt








