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Baumheide: Silvester in Bielefeld

Die Polizei verzeichnete 65 Einsätze mit Silvesterbezug und 195 Notrufe in der Silvesternacht.

Foto: Depositphotos

Bielefeld (ost)

DE / Bielefeld / Stadtgebiet – Die Bielefelder Polizei verzeichnete insgesamt 65 Einsätze mit Bezug zu Silvester. Es handelte sich hauptsächlich um typische Silvesterfälle. Zwei Personen, die in der Silvesternacht durch Feuerwerk tödlich verletzt wurden, wurden gesondert gemeldet.

Informationen zur Silvesternacht:

Zwischen Mittwoch, 31.12.2025, 18:00 Uhr, und Donnerstag, 01.01.2026, 06:00 Uhr, gingen 195 Notrufe bei der Leitstelle der Bielefelder Polizei ein. Es wurden 65 polizeiliche Einsätze im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten verzeichnet. Es wurden 18 Platzverweise ausgesprochen und acht Personen in Gewahrsam genommen. Niemand wurde vorläufig festgenommen. Es gab drei Anzeigen wegen Widerstands gegen oder tätlichen Angriff auf Polizeikräfte. Es gab keine verletzten Polizeikräfte. Vier Anzeigen wurden wegen Körperverletzungen erstattet. Sieben weitere Anzeigen wurden unter anderem wegen Raub, Brandstiftung und Bedrohung erstattet. Es wurden 111 Fahrer überprüft, von denen mehrere betrunken oder ohne Führerschein unterwegs waren.

Ausgewählte Polizeieinsätze rund um Silvester:

Zwei jugendliche Bielefelder zündeten am Mittwoch, 31.12.2025, gegen 14:30 Uhr, Raketen und Böller in der Bardenhorststraße an. Dabei gerieten zwei Altkleidercontainer in Brand und mussten von der Feuerwehr gelöscht werden. Anwohner verfolgten die flüchtenden Jugendlichen, schnappten sie und übergaben sie der Polizei.

Gegen 15:20 Uhr am Mittwoch, 31.12.2025, meldeten Zeugen einen Mann, der an der Beckhausstraße mit einer Schreckschusspistole geschossen hatte. Die alarmierten Polizisten trafen den Mann, einen 24-jährigen Bielefelder mit irakischer Staatsbürgerschaft, an. Er besaß keinen Waffenschein. Die Waffe und die mitgeführten Platzpatronen wurden konfisziert.

Am Mittwoch, 31.12.2025, zwischen 20:00 Uhr und 20:30 Uhr, fuhr ein betrunkener 43-jähriger Bielefelder von der Haltestelle Jahnplatz in Richtung Baumheide mit der Stadtbahn. Nach ersten Erkenntnissen kam es am Jahnplatz zu einem kurzen Gespräch zwischen ihm und unbekannten jungen Männern. Kurz darauf wurde der Bielefelder von ihnen angegriffen. Danach stieg der 43-Jährige in die Stadtbahn und fuhr bis zur Haltestelle Baumheide. Als er ausstieg, wurde er erneut von der Gruppe attackiert. Sie schlugen und traten ihn gegen Kopf und Oberkörper. Als sie von ihm abließen, rief der Bielefelder den Rettungsdienst. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Gegen 21:20 Uhr warf eine unbekannte Person einen Feuerwerkskörper in einen Papiermüllcontainer in der Altmühlstraße, der daraufhin in Brand geriet. Zwei Mülltonnen brannten auch in der Holzwiese-Straße gegen 23:00 Uhr. Das Feuer beschädigte die Fassade eines angrenzenden Wohngebäudes. Unbekannte Täter sprengten außerdem gegen 23:00 Uhr einen Zigarettenautomaten in der Elverdisser Straße. Ob die Täter Geld oder Zigaretten erbeuten konnten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Gegen 00:20 Uhr am Donnerstag, 01.01.2026, wurde auch ein Altglascontainer in der Dürerstraße gesprengt.

Gegen 00:30 Uhr am Donnerstag, 01.01.2026, befand sich eine Bielefelderin mit ihren Kindern auf der Bremer Straße. Plötzlich fuhr ein silberner Golf mit überhöhter Geschwindigkeit über die Bremer Straße in Richtung Jöllenbecker Straße. Um einen Unfall zu verhindern, musste die Bielefelderin ein Kind von der Straße ziehen. Das Auto hielt an, als mehrere Personen riefen, dass es sich um eine 30er-Zone handelt. Vier Personen stiegen aus dem Auto aus, wobei der Fahrer die Bielefelderin ins Gesicht schlug. Danach stieg die Gruppe wieder ins Auto und fuhr in Richtung Jöllenbecker Straße davon. Die Bielefelderin erstattete Anzeige wegen Körperverletzung bei der Polizei und nannte das Kennzeichen des Autos. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen 01:45 Uhr fuhren Polizisten auf der Detmolder Straße in Richtung Osningstraße. Kurz vor der Kreuzung zur Osningstraße bemerkten sie einen Renault Megane, der durch unsichere Fahrweise auffiel. Die Beamten stoppten das Fahrzeug und kontrollierten den 36-jährigen Bielefelder, der stark nach Alkohol roch. Ein Atemalkoholtest war positiv, daher wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Der Mann besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Da die Eigentumsverhältnisse des Autos unklar waren, wurde der Renault beschlagnahmt. Das Führen von führerscheinpflichtigen Fahrzeugen wurde ihm untersagt.

Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an. Wer Hinweise zu den Straftaten geben kann, meldet sich bitte unter der 0521/545-0.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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