Im Rahmen des Präsenzkonzepts „FOKUS“ wurden polizeiliche Kontrollen durchgeführt und Maßnahmen umgesetzt, um Sicherheit und Prävention zu erhöhen.
Dortmund: Präsenzkonzeption „FOKUS“ in der Weihnachtszeit gestartet

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 1053
Im Rahmen des Präsenzkonzepts „FOKUS“ wurden in den vergangenen Tagen erneut an belebten Orten polizeiliche Kontrollen durchgeführt und verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Das Ziel dieser Maßnahmen war es, die Sicherheit, Ordnung und Prävention in unmittelbarer Nähe der Weihnachtsstadt, der Innenstadt von Dortmund und den angrenzenden Gebieten zu Beginn der Weihnachtszeit zu verstärken und potenzielle Straftaten frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
In der Weihnachtsstadt und der Innenstadt wurden zu Fuß Streifen durchgeführt, um den Publikumsverkehr ruhig und sicher zu halten und mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten. Am Borsigplatz versuchte ein Radfahrer, einer Kontrolle zu entkommen. Nach einer kurzen Verfolgung konnte die Person gestoppt und das hochwertige Fahrrad als mutmaßliches Diebesgut sichergestellt werden. Es wurde eine entsprechende Strafanzeige erstellt. In der Stahlwerkstraße beobachteten die Beamten illegalen Drogenhandel und stellten mehrere vorverpackte Drogentütchen sicher.
Rund um den Drogenkonsumraum stellten die Einsatzkräfte am späten Abend regen illegalen Drogenhandel fest, insbesondere mit Kokain. Die Kontrollen richteten sich gezielt gegen Personen, die als Käufer oder Verkäufer auftraten. Kokain, nicht eindeutig klassifizierte Medikamente, ein waffenrechtlich verbotenes Pfefferspray und Cannabis wurden beschlagnahmt. Bei drei Personen fanden die Polizisten insgesamt 1.510 Euro Bargeld, das offensichtlich aus dem illegalen Drogenhandel stammte. Auch hier wurden die Gegenstände sichergestellt und Strafanzeigen erstellt. Außerdem wurde einer der Verkäufer aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen. Die anderen beiden Verkäufer erhielten Platzverweise und wurden vor Ort freigelassen. Neben ihnen erhielten auch mehrere andere Personen Platzverweise. In der Nähe konnte ein Mann festgestellt werden, der hochwertige Kleidungsstücke mit Etiketten im Rucksack offenbar zum Verkauf auf der Entlastungsfläche vorbereitete. Da es sich um Diebesgut handelte, wurden die Gegenstände sichergestellt. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten auch ein gestohlenes Handy und stellten es sicher. Bei einem anderen Mann fanden sie ein Messer, ein Pfefferspray und weitere Betäubungsmittel. Alle Gegenstände wurden sichergestellt und die Männer erhielten Platzverweise.
An der Ludwigstraße trafen die Einsatzkräfte in einer Tiefgarage auf insgesamt 16 Personen aus der Drogenszene. Die Gruppe wurde überprüft und Platzverweise ausgesprochen. Gegen eine Person bestand ein Haftbefehl zur Festnahme. Eine weitere Person wurde zur Identifizierung wegen falscher Namensangabe zur Polizeiwache gebracht, wo ein ausländerrechtlicher Verstoß festgestellt wurde.
Im Bereich des Nordausgangs des Hauptbahnhofs und des Dietrich-Keuning-Parks beobachteten die Beamten mehrere Drogenverkäufe. Bei der anschließenden Kontrolle wurden Drogen und Bargeld gefunden. Alle Betäubungsmittel sowie 400 Euro Bargeld aus dem illegalen Drogenhandel wurden sichergestellt. Eine Person versuchte zu flüchten und wurde aufgrund starker Alkoholisierung kurz darauf in Gewahrsam genommen. Alle betroffenen Personen erhielten Platzverweise.
Auch der Fahrzeugverkehr wurde kontrolliert. Auf der Wambeler Straße wurde ein Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln festgestellt. Es folgte die Anordnung einer Blutentnahme und die Erstellung einer Verkehrsordnungswidrigkeitsanzeige.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367 und stieg auf 57.879 im Jahr 2023. Die meisten Verdächtigen waren männlich, wobei 49.610 Männer im Jahr 2022 und 51.099 Männer im Jahr 2023 erfasst wurden. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Deutschland insgesamt 73.917 Drogenfälle verzeichnet, wobei Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten gemeldeten Fällen war.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








