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Lemgo: Polizeieinsatz gegen Rauschgiftkriminalität

Großer Einsatz mit zahlreichen Festnahmen und Durchsuchungen zur Bekämpfung der bandenmäßigen Rauschgiftkriminalität. Mehrere Tatverdächtige in Haft, darunter auch Deutsche und Türken.

Foto: Depositphotos

Lippe (ost)

Am Mittwoch (21.01.2026) wurde im Zuge einer umfangreichen, verdeckten Ermittlung der lippischen Kriminalpolizei ein großer Polizeieinsatz mit zahlreichen Festnahmen und nachfolgenden Durchsuchungen durchgeführt.

Im Fokus der Untersuchungen stehen mehrere überregional tätige deutsche, türkische und albanische Verdächtige. Sie werden dringend verdächtigt, in Lemgo bandenmäßig illegal mit Drogen und möglicherweise auch Waffen gehandelt zu haben.

Bei den Durchsuchungen wurden Spezialeinheiten der Polizei sowie Diensthundeführer mit ihren Hunden eingesetzt, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass einige Verdächtige bewaffnet sind. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte ebenfalls bei den Durchsuchungen.

Die Bilanz des Einsatzes: Insgesamt wurden neun Personen vorläufig festgenommen – darunter sieben Männer und zwei Frauen im Alter von 20 bis 59 Jahren aus Lemgo, Detmold, Lage und Köln. Ein Mann erlitt bei der Festnahme leichte Verletzungen.

Nach den Festnahmen durchsuchten die Einsatzkräfte ein Geschäftsgebäude in der Biesterbergweg in Lemgo sowie neun Wohnhäuser in Lemgo (3), Detmold (3), Lage, Köln und Paderborn. Bei den Durchsuchungen wurden große Mengen an Drogen (einschließlich mehrerer Kilogramm Kokain und Amphetaminen sowie Streckmitteln und tausenden Ecstasy-Pillen), eine sechsstellige Summe Bargeld und scharfe Schusswaffen mit einer großen Menge Munition gefunden und sichergestellt. Sechs Fahrzeuge wurden ebenfalls beschlagnahmt.

Drei der Festgenommenen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen. Die sechs Hauptverdächtigen wurden am Donnerstag (22.01.2026) einem Haftrichter vorgeführt. Er ordnete die Untersuchungshaft für einen 40-jährigen Türken aus Lemgo, einen 50-jährigen Türken aus Lage, einen 29-jährigen Deutsch-Türken aus Detmold, einen 20-jährigen Deutschen aus Detmold, einen 59-jährigen Deutschen aus Lemgo und eine 33-jährige Deutsche aus Köln an. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei werden im Rahmen einer Ermittlungskommission fortgesetzt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg im gleichen Zeitraum von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen lag 2022 bei 56367 und stieg im Jahr 2023 auf 57879. Von den Verdächtigen im Jahr 2023 waren 51099 männlich, 6780 weiblich und 18722 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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