Streifenbeamte staunten bei einer Pkw-Kontrolle auf der A 2 über einen Fahrerwechsel. Der 34-jährige Fahrer hatte keine Fahrerlaubnis und stand unter Drogeneinfluss.
Minden: Fahrerwechsel auf der Autobahn

Bielefeld (ost)
Autobahnpolizisten der Wache Herford waren am Donnerstag, 01.01.2026, bei einer Kontrolle auf der A 2 von Bielefeld über Minden nach Porta Westfalica zweimal überrascht. Zuerst bremste ein Fahrer eines Hyundai deutlich ab, der kontrolliert werden sollte, dann saß er nicht mehr am Steuer.
Um 16:50 Uhr gaben die Beamten dem männlichen Fahrer Signale, ihnen in Richtung Hannover zu folgen. Auf dem Weg zum geplanten Kontrollort auf dem Parkplatz Fuchsgrund fuhren sie zeitweise nur zwischen 30 und 40 km/h, um den Kontakt zu dem plötzlich sehr langsam fahrenden Hyundai i20 nicht zu verlieren.
Als die Polizisten zum Auto gingen, saß die 44-jährige Halterin aus Gotha am Steuer. Der zuvor identifizierte Fahrer, ein 34-jähriger Mann aus Gotha, saß mit zwei weiteren Personen auf der Rückbank. Anfangs leugneten beide Personen, einen Fahrerwechsel vorgenommen zu haben. Schließlich bestätigte ein Mitfahrer die Beobachtungen und Vorwürfe der Beamten.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 34-Jährige seit mehreren Jahren keine gültige Fahrerlaubnis mehr besitzt. Außerdem wurde bei ihm ein Tütchen mit weißem Pulver gefunden, das vermutlich Betäubungsmittel enthält. Es gab auch Hinweise darauf, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Ein Drogenvortest vor Ort bestätigte den Verdacht. Ein Arzt entnahm ihm auf der Autobahnpolizeiwache eine Blutprobe.
Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss sowie illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet. Gegen die Fahrzeughalterin wird wegen der Duldung der Fahrt ihres Lebensgefährten ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879. Von den Verdächtigen waren 49610 männlich und 6757 weiblich im Jahr 2022, während es 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Trotz des Anstiegs bleibt Nordrhein-Westfalen nicht die Region mit den meisten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023, da in einer anderen Region 73917 Fälle verzeichnet wurden.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








