Die Polizei überprüft regelmäßig die Verkehrstauglichkeit von E-Scooter-Fahrenden. Bei Verdacht auf Drogenkonsum werden Blutproben entnommen und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Neuss: Polizei kontrolliert E-Scooter-Fahrende

Neuss (ost)
Gemäß Gesetzgebung werden E-Scooter als Kraftfahrzeuge betrachtet. Daher gelten für das Führen von E-Scootern unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen die gleichen gesetzlichen Bestimmungen wie für Autos. Dies bedeutet, dass das Fahren von E-Scootern unter Drogen- oder Alkoholeinfluss nicht erlaubt ist und strafrechtlich verfolgt wird. Personen, die unter solchen Einflüssen stehen, können eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat begehen. Darüber hinaus beeinträchtigen berauschende Substanzen die Reaktionsfähigkeit und die Fahrfähigkeit insgesamt. Dadurch gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch Mitfahrer und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer.
Die Polizei führt daher regelmäßig gezielte Maßnahmen zur Verkehrssicherheit durch. Die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer wird überprüft.
Am Freitag lag der Schwerpunkt der Beamten auf der Überwachung von E-Scootern. In den Abend- und Nachtstunden wurden zahlreiche Kontrollen durchgeführt. Bei sechs E-Scooter-Fahrern bestand der Verdacht auf vorherigen Drogenkonsum. Den sechs Personen wurde jeweils eine Blutprobe zur genauen Bestimmung der Art und Menge der Drogen entnommen. Sie müssen sich nun in entsprechenden Ordnungswidrigkeits- oder möglichen Strafverfahren verantworten. Zudem wird ihre Eignung zum Führen von führerscheinpflichtigen Fahrzeugen durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde überprüft.
Nicht nur die E-Scooter-Fahrer standen im Fokus der Beamten. Auch drei Autofahrer standen unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen. Ein Autofahrer hatte offensichtlich vorher Drogen konsumiert und zwei weitere waren alkoholisiert in ihr Fahrzeug gestiegen. Auch sie müssen sich nun in eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren verantworten.
Die Polizei wird auch weiterhin ihre Kontrollen zur Verkehrstüchtigkeit aufrechterhalten. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 56367 auf 57879 zurück. Von den Verdächtigen waren 2023 51099 männlich, 6780 weiblich und 18722 nicht-deutsch. Obwohl die Zahlen in Nordrhein-Westfalen gestiegen sind, bleibt die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








