Eine 90-jährige Frau wurde von einem falschen Bankmitarbeiter betrogen, der ihre Bankkarte stahl. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsfällen und gibt Tipps zur Prävention.
Radevormwald: 90-Jährige übergibt Bankkarte an Betrüger

Radevormwald (ost)
Am Freitagnachmittag (19. Dezember, zwischen 16 Uhr und 17 Uhr) wurde eine 90-jährige Frau aus Radevormwald von einem Mann angerufen, der behauptete, ein Mitarbeiter ihrer Hausbank zu sein. Mit einer Ausrede bat er sie, ihm die PIN ihrer Bankkarte mitzuteilen. Während die Seniorin noch mit dem Betrüger am Telefon war, erschien ein Komplize an der Haustür der 90-Jährigen. Der vermeintliche Bankmitarbeiter erklärte der Seniorin, dass er ihre Bankkarte zur Überprüfung mitnehmen müsse. Daraufhin verließ der Unbekannte das Haus. Zum Zeitpunkt der Anzeige gab es keine unbefugten Abbuchungen vom Konto der Seniorin. Die Bankkarte wurde gesperrt.
Hinweise werden von der Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegengenommen.
Um sich vor falschen Bankmitarbeitern zu schützen, gibt die Polizei folgende Ratschläge:
Sie haben Fragen oder möchten sich informieren? Kontaktieren Sie die Beamten der Kriminalprävention: Tel. 02261 8199-4700 oder -4701 oder per E-Mail kpo.obk@polizei.nrw.de
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Trotzdem stieg die Anzahl der gelösten Fälle von 7667 auf 8126 an. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6623 auf 7062 an, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








