Der Audi-Fahrer entzog sich einer Verkehrskontrolle, flüchtete und verursachte einen Unfall mit 10.000 Euro Sachschaden. Die Polizei fand verdächtige Substanzen im Auto und der Fahrer stand unter Drogeneinfluss.
Steinhagen: Verkehrskontrolle entzogen, Fahrer flüchtet und verursacht Unfall

Gütersloh (ost)
Steinhagen (MK) – In der Nacht von Mittwoch (26.11., 00.09 Uhr) wollte eine Streifenwagenbesatzung den Fahrer eines Audi auf der Bielefelder Straße kontrollieren. Der Fahrer entzog sich jedoch plötzlich der Verkehrskontrolle und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Woerdener Straße. Die Polizisten verloren den Audi kurzzeitig aus den Augen. An der Kreuzung Mozartstraße bog der Fahrer des Audi nach links ab, verlor dann die Kontrolle über sein Fahrzeug aufgrund der hohen Geschwindigkeit und kam von der Fahrbahn ab. Das Auto durchbrach daraufhin einen Gartenzaun und prallte gegen die Hauswand eines Mehrfamilienhauses.
Als die Streifenwagenbesatzung kurz darauf am Unfallort eintraf, war der Fahrer bereits zu Fuß geflohen. Bei der Fahndung wurde er dann kurze Zeit später von anderen Kräften in der Nähe gefunden. Sowohl der 22-jährige Fahrer als auch die beiden 18- und 19-jährigen Insassinnen im Audi wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der Rettungsdienst behandelte die drei vor Ort. Andere Personen wurden weder durch das Fahrverhalten noch durch den Unfall des 22-jährigen Steinhageners verletzt oder gefährdet.
Während der Unfallaufnahme durch ein VU-Team des Polizeipräsidiums Münster wurden im Unfallfahrzeug verdächtige Substanzen in kleinen Klemmverschlusstüten sichergestellt. Es ergab sich auch der Verdacht, dass der 22-Jährige unter dem Einfluss von Drogen gefahren war. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde dem Steinhagener im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein eingezogen. Der nicht mehr fahrtüchtige Audi wurde ebenfalls sichergestellt und von einem Abschleppunternehmen abtransportiert.
Der 22-jährige Mann aus Steinhagen muss sich nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte und des Verdachts von Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz in einem Ermittlungsverfahren verantworten. Der geschätzte Gesamtsachschaden des Verkehrsunfalls beträgt rund 10.000 Euro.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, blieb die Anzahl der Verdächtigen relativ konstant. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer und 6.780 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchsten Fallzahlen von Drogenkriminalität verzeichnen, liegt Nordrhein-Westfalen dennoch im oberen Bereich.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








