Die Polizei führte groß angelegte Verkehrskontrollen durch, um die Verkehrsmoral zu verbessern und Unfälle zu verhindern.
Verkehrskontrollen im Rhein-Sieg-Kreis

Siegburg (ost)
Die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis hat am Donnerstag (18. Dezember) den ganzen Tag über groß angelegte Verkehrskontrollen durchgeführt. Unter Führung der Leiterin der Direktion Verkehr, Polizeirätin Stephanie Spengler, waren mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten unter dem Motto „Sicher unterwegs – Schutz für alle!“ auf den Straßen im Einsatz.
Im Bereich der Kreispolizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises weisen die Unfallzahlen, mit Ausnahme der Corona-Jahre, eine steigende Tendenz auf. Im vergangenen Jahr ist zwar ein rückläufiger Trend erkennbar, jedoch befindet sich dieser im Zehn-Jahresvergleich weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders die Entwicklung der Verkehrsunfälle von ungeschützten Verkehrsteilnehmenden gibt Anlass zur Sorge.
Bei den Unfällen sind die fünf häufigsten Unfallursachen: Abbiegen und Wenden, Vorfahrtsverstöße, nicht angepasste Geschwindigkeit, ungenügender Sicherheitsabstand und das Fahren unter Alkoholeinfluss.
Ziel der gestrigen Verkehrskontrollen war, Fahrzeugführende auf mögliches Fehlverhalten hinsichtlich der häufigen Unfallursachen aufmerksam zu machen und auf die damit verbundenen Gefahren hinzuweisen sowie zur gegenseitigen Rücksichtnahme zu sensibilisieren.
Die Polizistinnen und Polizisten aus allen Fachbereichen der Polizei und von allen Polizeiwachen kontrollierten bis in die späten Abendstunden hinein mehr als 500 Fahrzeugführer, Radfahrer, E-Roller Fahrer und Fußgänger.
Die Wichtigkeit der Kontrollen wurde durch die Teilnahme des Abteilungsleiters der Polizei Rhein-Sieg, dem Leitenden Polizeidirektor Andreas Piastowski, unterstrichen, der mit auf der Straße stand und Autos anhielt.
Und die Bilanz des Tages wirft kein besonders gutes Licht auf die Verkehrsmoral der Menschen auf den Straßen: An die 100 Verwarnungsgelder musste erhoben und fast 200 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben werden. Neben den „normalen“ Verkehrsverstößen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen (insgesamt 53 Verstöße) hatten die Beamtinnen und Beamten u.a. ein besonderes Augenmerk auf Lkw geworfen, die nicht mit Schrittgeschwindigkeit abgebogen waren (16 Ordnungswidrigkeitenanzeigen).
Etwas überraschend war die Zahl der Fahrzeugführer, die ohne Führerschein unterwegs waren. Viermal mussten die Polizisten hier tätig werden. Besonders tat sich ein 19-jähriger Kölner hervor. Er wurde mit seinem BMW an einem Schnellrestaurant in Sankt Augustin fahrenderweise angetroffen. Er versuchte die Beamten mit einem gefälschten polnischen Führerschein hinters Licht zu führen. Wie gesagt, er hat es versucht. Das Auto blieb am Kontrollort stehen und der junge Mann musste sich abholen lassen. Das entsprechende Strafverfahren gegen ihn wurde eingeleitet.
Neben Kontrollen beinhaltete der Verkehrseinsatz auch einen präventiven Charakter. Auf dem Europaplatz in Siegburg sprachen Verkehrserzieherinnen mit Bürgerinnen und Bürger über die Gefahren, besonders bei der ungeschützten Teilnahme im Straßenverkehr. Beamtinnen und Beamte der Kriminalprävention nutzten die Gelegenheit, auch über das Thema Taschendiebstahl zu reden.
Einsatzleiterin Stephanie Spengler zeigte sich zwar über den Einsatzverlauf erfreut, aber nicht über die Ergebnisse: „Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns und wir müssen gemeinsam weiter darauf hinwirken, Verkehrsunfälle zu verhindern, insbesondere die schweren und tödlichen. Ich möchte, dass alle sicher zu Hause ankommen! Deshalb bleiben wir mit der erforderlichen Power am Ball!“ (Bi) #Leben
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 37321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 39519 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1980 auf 2725. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch mit 1897 relativ konstant. In Nordrhein-Westfalen war die Anzahl der Taschendiebstähle im Jahr 2023 am höchsten im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, wo insgesamt 39519 Fälle gemeldet wurden.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Unfälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








