Ein 31-jähriger Syrer wurde am Hauptbahnhof Mainz kontrolliert. Er verhielt sich aggressiv, hatte Drogen dabei und verstieß gegen Gerichtsbeschlüsse.
Mainz: Personenkontrolle endet mit Ermittlungsverfahren

Mainz (ost)
Am Morgen des 1. Januar 2026 führten Beamte der Bundespolizei eine Kontrolle an einem 31-jährigen Mann aus Syrien am Hauptbahnhof Mainz durch. Der Mann trank aus einer Flasche Mischbier und zog durch sein Verhalten die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich. Als er die Polizisten bemerkte, versuchte er, sich unauffällig zu entfernen.
Während der Kontrolle zeigte der Mann zunehmend Nervosität und war wenig kooperativ. Es war ein deutlicher Alkoholgeruch wahrnehmbar. Er behauptete, nach einer Nacht auf einer Party auf dem Heimweg zu sein. Aufgrund seines aufgebrachten Verhaltens und dem ständigen Hantieren in seiner Jackentasche wurde er durchsucht.
Während der Durchsuchung warf der Mann ein Tütchen mit Pulver hinter einen Fahrkartenautomaten und weigerte sich dann, weiter durchsucht zu werden. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens musste er mit Handschellen fixiert werden und wurde zum Bundespolizeirevier Mainz gebracht.
Nach Feststellung seiner Identität stellte sich heraus, dass ihm durch einen Gerichtsbeschluss des Landgerichts Frankenthal der Konsum von Alkohol untersagt war. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,02 Promille. Zudem lag eine Ausschreibung des gleichen Gerichts wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn vor.
Bei dem 31-jährigen Mann wurden außerdem 50 Gramm Haschisch und 15 Gramm Kokain gefunden. Das Kokain war das zuvor weggeworfene Päckchen. Nach einer Blutentnahme wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Gegen den 31-jährigen Syrer wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen Weisungen während der Führungsaufsicht, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Konsumcannabisgesetz eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle registriert, wovon 18308 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 15296, wobei 13125 männlich, 2171 weiblich und 3396 nicht-deutsch waren. Im Jahr 2023 wurden 19296 Fälle registriert, wovon 17709 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 15189, wobei 12968 männlich, 2221 weiblich und 3798 nicht-deutsch waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
| Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt








