Susanna erlebt eine Zeit der Veränderung und muss schnell erwachsen werden. Die Schlinge zieht sich zu, und eine Lebensentscheidung muss getroffen werden.
Theater in Berlin am 22.02.26: Nach Mitternacht

nach dem Roman von Irmgard Keun
Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen
Regie: Irene Christ
mit Johanna Marie Bourgeois
48 Stunden im Jahr 1936. Die 19jährige Susanna beschreibt – zunächst mit überschäumender Lebenslust und satirischem Humor – die Geschehnisse um sie herum: ihre leidenschaftliche Liebe zu Franz, mit dem sie Zukunftspläne hat; das veränderte Verhalten der Menschen, die ihr nahestehen; das Leben mit den „Rassegesetzen“; überhaupt die neue Normalität: den Alltag während der Naziherrschaft. Ein Auftritt Hitlers vor einer begeisterten Menschenmenge auf dem Frankfurter Opernplatz wird zum Ausgangspunkt einschneidender Ereignisse. Die Schlinge zieht sich zu. Denunziationen sind an der Tagesordnung. »Mütter zeigen ihre Schwiegertöchter an, Töchter ihre Schwiegerväter, Brüder ihre Schwestern, Schwestern ihre Brüder… Nachbarn ihre Nachbarn.« Innerhalb kürzester Zeit ist Susanna nicht mehr nur humorvolle Beobachterin, sondern mittendrin und gezwungen, erwachsen zu werden. Während eines ausufernden Festes, kurz vor Mitternacht, muss eine große Lebensentscheidung her. Gehandelt wird nach Mitternacht.
Irmgard Keun, in den 1930er Jahren ein Star am Literaturhimmel und später wiederentdeckt, schrieb den Roman „Nach Mitternacht“ während ihrer Zeit im Exil. Er wurde 1937 in den Niederlanden veröffentlicht. Auch mit den Romanvorgängern „Gilgi, eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ feierte sie sensationelle Erfolge. Gottfried Greiffenhagen verdichtet mit seiner Monologfassung Keuns großen Roman zu einem verzweifelt heiteren und erbarmungslos scharfsichtigen Theaterstück.
Theater
28.00 €
Theater Am Frankfurter Tor
Theater Am Frankfurter Tor
Karl-Marx-Allee 133, 10243, Berlin
So. 22.02.26 16:00
Bewertungen
Das Stück „Nach Mitternacht“ erfährt heute eine traurige Aktualität und die schauspielerische Leistung von Johanna Marie Bourgeois in dem über 1,5 stündigen Solostück wird als grandios bezeichnet, wie der Minutenlange Applaus und Bravorufe zeigen.
Johanna Marie Bourgeois wird als junge Schauspielerin gelobt, die inhaltlich anspruchsvolle Stücke beeindruckend umsetzt. Es wird ihr gratuliert für ihre Leistung.
Susanne schlüpft während des Stücks in die Rolle vieler unterschiedlicher Protagonisten und die Performance von Irmgard Keun wird als fesselnd und beeindruckend beschrieben.
Die Aufführung von „Nach Mitternacht“ wird als ereignis- und abwechslungsreich gelobt, obwohl es sich um ein Ein-Personenstück handelt. Die schauspielerische Leistung wird als großartig bezeichnet und die Geschichte als berührend empfunden. Die Aufführung wird weiterempfohlen.
Die Schauspielerin wird als toll bezeichnet und gelobt, dass sie das schwierige Stück sehr gut umgesetzt hat und das Publikum in ihren Bann gezogen hat.
Diese Veranstaltung wurde mit 5,00/5 Sternen bewertet.









