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Comeback von Rage Against the Machine: Politisch wie eh und je

Rage Against the Machine sind zurück. Nach elf Jahren spielten die Crossover-Heroen ihr erstes Konzert in Original-Besetzung. Dabei zeigten sich Zack de la Rocha, Tom Morello und Co. politisch aktiv wie zu ihren besten Zeiten.

Zack de la Rocha stand erstmals nach elf Jahren wieder mit Rage Against the Machine auf der Bühne.
Foto: Neil Lupin/Landmark Media/ImageCollect

Sie sind wieder da! Die Rockband Rage Against the Machine hat nach rund elf Jahren ihren mit Spannung erwarteten ersten Live-Auftritt hingelegt. Mehr als zwei Jahre nach der Reunion-Ankündigung und mehreren Corona-bedingten Verschiebungen standen die Crossover-Heroen am Sonntagabend in East Troy im US-Bundesstaat Wisconsin zum ersten Mal wieder gemeinsam in Original-Besetzung auf der Bühne.

Auf dem Konzert im ausverkauften Alpine Valley Music Theatre zeigten sich die Sänger Zack de la Rocha (52), Gitarrist Tom Morello (58), Bassist Tim Commerford (54) und Schlagzeuger Brad Wilk (53) so politisch aktiv wie zu ihren besten Zeiten. Auch die aktuell heiß diskutierte Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA, das „Roe vs. Wade“-Urteil aufzuheben, wurde thematisiert. Zum Song „Freedom“ wurden mehrere Texte auf einer Videowand eingeblendet, die den Supreme Court scharf kritisierten.

Unter anderem war dort zu lesen: „Erzwungene Geburten in einem Land, in dem Waffengewalt die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen ist.“ Zum Schluss rief Rage Against the Machine dazu auf, den Obersten Gerichtshof besser gleich abzuschaffen: „Abort the Supreme Court.“

Rage Against the Machine: Nur ein Deutschland-Konzert angekündigt

Musikalisch besinnt sich die Band auf der gestarteten Tour offenbar auf Altbewährtes und verzichtet auf Experimente. In dem 16 Lieder umfassenden Set spielten sie ausschließlich alte Hits, darunter Klassiker wie „Bombtrack“, „Killing In The Name“, „Testify“, „Bulls On Parade“ oder „Wake Up“. Die Tour führt de la Rocha und Co. auch nach Europa. In Deutschland spielt RATM am 3. September in Hannover. Österreich (13.09., Wien) und die Schweiz (05.09., Zürich) stehen ebenso auf dem Terminplan.

Rage Against the Machine gründeten sich 1991 und brachten insgesamt drei Studioalben bis 1999 auf dem Markt. Im Jahr 2000 folgte die Trennung. Nach mehreren Reunion-Tourneen ab 2007 löste sich die Band 2011 erneut auf. Von 2016 bis 2019 traten die RATM-Musiker ohne de la Rocha unter dem Namen Prophets of Rage auf. Bei den Konzerten spielten sie ebenfalls Rage-Against-the-Machine-Hits. Als Sänger-Ersatz dienten der Cypress-Hill-Frontmann B-Real (52) und Public-Enemy-Rapper Chuck D (61).

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