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Stars plädieren für den Erhalt des 9-Euro-Tickets

Dass ab September Schluss mit dem 9-Euro-Ticket sein soll, können und wollen auch mehrere Prominente nicht glauben, wie aus einem offenen Brief an Kanzler Scholz hervorgeht.

Anke Engelke und Eckart von Hirschhausen sind zwei der Befürworter des offenen Briefs.
Foto: imago/Future Image / imago/Eventpress

Mit dem Ende des Augusts ist auch das Ende des für drei Monate eingeführten 9-Euro-Tickets gekommen. Zumindest, wenn es nach Plan der Bundesregierung geht. Unter der Bevölkerung erfreut sich das vergünstigte Ticket großer Beliebtheit und auch einige Stars haben sich nun lautstark für dessen Erhalt ausgesprochen. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (64) haben über 50 Kulturschaffende, Unternehmer und Aktivisten unterzeichnet. Ihre geschlossene Forderung: „Geben Sie sich einen Ruck und Deutschland das 9-Euro-Ticket.“

Initiator der Aktion ist Autor Sebastian Rabsahl (43). Auf seinem Twitter-Account hat er den Inhalt seines Briefes sowie die prominenten Unterstützerinnen und Unterstützer veröffentlicht. Darunter befinden sich Komikerin und Schauspielerin Anke Engelke (56), die Moderatoren Dr. Eckart von Hirschhausen (55) und Sebastian Pufpaff (45), Schauspieler Dietmar Bär (61), die Komiker Torsten Sträter (55) und Johann König (50), Autorin Katja Diehl (49) sowie Aktivistin Luisa Neubauer (26), um nur einige zu nennen.

Man ist einer Meinung

Scholz selbst habe das 9-Euro-Ticket als „eine der besten Ideen, die wir hatten“ bezeichnet. Dieser Einschätzung stimmt der offene Brief zu und ergänzt, „dass dieses Ticket auf beispiellose Weise gezeigt hat, dass soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Verkehrswende Hand in Hand gehen“.

Zugleich wird auf satirische Weise mit Finanzminister Christian Lindner (43) ins Gericht gegangen, der den Begriff „Gratismentalität“ in Bezug auf die Fortführung des 9-Euro-Tickets verwendet hatte. Dies sei „leicht zu entkräften: Das Ticket war nicht gratis. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kostet es genau 9 Euro. Es wäre überheblich, zu behaupten, das sei kein Geld.“

Als Denkanstoß, wie die notwendigen Finanzmittel dafür aufzutreiben sind, wird etwa „die Streichung fossiler Subventionen, z.B. des Dienstwagenprivilegs oder der Steuerreduzierung für Kerosin im Personen-Flugverkehr“ angeführt.

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