Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Frauen in der Wissenschaft: Pionierinnen und Vorbilder

Marie Curie, Rosalind Franklin, Ann Tsukamoto und Mai Thi Nguyen-Kim haben den Weg für eine forschende weibliche Zukunft geebnet und zeigen, dass Karriere und Familie vereinbar sind.

Mai Thi Nguyen-Kims Forschungskarriere inspiriert viele junge Frauen.
Foto: imago images/Future Image

Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar hat zum Ziel, die wichtige Rolle, die Frauen und Mädchen in der Wissenschaft spielen, zu betonen. Trotz der Fortschritte in Bezug auf Gleichstellung stehen Frauen in diesem Bereich immer noch vor Herausforderungen, die es schwieriger machen, eine Karriere in der Forschung zu verfolgen als für ihre männlichen Kollegen. Denn obwohl es Fortschritte in der Geschlechtergleichstellung gibt, sind Frauen in der Wissenschaft immer noch unterrepräsentiert. Diese vier Frauen haben den Weg für eine zukünftige Generation von weiblichen Forschern geebnet.

Marie Curie – Das bekannteste Beispiel

Marie Curie (1867-1934) gelang es als eine der wenigen Frauen, sich in der von Männern dominierten Wissenschaft einen Namen zu machen. Die Physikerin und Chemikerin untersuchte zuerst die Strahlung von Uran, die sie als „radioaktiv“ bezeichnete. Diese Erkenntnis brachte Curie 1903 als erste Frau in der Geschichte den Nobelpreis in Physik ein. Im Jahr 1911 folgte der Nobelpreis in Chemie für die Entdeckung der Elemente Polonium und Radium. Curie teilte ihr Wissen an der Universität Sorbonne mit und leitete das Radium-Institut in Paris. Dort setzte sie sich auch für die Förderung von Frauen ein.

Rosalind Franklin – Die Übersehene

Rosalind Franklin (1920-1958) wurde der Nobelpreis verwehrt, obwohl sie die erste Person war, der es 1952 gelang, eine fotografische Abbildung der DNA-Doppelhelix-Struktur zu erstellen. Im Gegensatz dazu erhielt sie keine entsprechende Anerkennung während ihres Lebens. Vier Jahre nach ihrem Tod nahmen stattdessen James Watson (95) und Francis Crick (1916-2004) die Auszeichnung für die Entschlüsselung der DNA entgegen, wobei sie sich auf Franklins Forschungsergebnisse stützten.

Ann Tsukamoto – Die Revolutionärin der Stammzellen

Eine weitere Pionierin ist auch Ann Tsukamoto (71). Im Jahr 1991 gelang es ihrem Forschungsteam, blutbildende Stammzellen zu isolieren, was die Medizin revolutionierte. Diese Entdeckung hatte einen grundlegenden Einfluss auf die Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten wie Krebs. Tsukamoto setzte ihre wegweisende Arbeit auf dem Gebiet der Stammzellenforschung fort und prägt die moderne medizinische Forschung bis heute mit bereits zwölf Patenten.

Mai Thi Nguyen-Kim – Ein modernes Vorbild

Eine moderne Inspiration für viele junge Frauen ist Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim (36). Nach ihrer Promotion an der Universität Potsdam im Jahr 2017 hat sie nicht nur durch ihre Forschungsarbeit, sondern auch durch ihre Präsenz in den Medien Bekanntheit erlangt. Als Wissenschaftskommunikatorin, unter anderem mit ihrem YouTube-Kanal „maiLab“, sowie als Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin bei ARD und ZDF trägt sie dazu bei, das Bewusstsein für die Wichtigkeit weiblicher Forscherinnen zu stärken und junge Frauen dazu zu ermutigen, sich in diesem Bereich zu engagieren. Abgesehen von ihrer beeindruckenden Karriere ist sie mittlerweile zweifache Mutter – es ist also beides möglich!

spoton