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Chronik des Misstrauens: Die USA unter Trump und der Iran

Die angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran haben seit Trumps Amtszeit zugenommen. Ein Blick auf die Eskalationen, gescheiterten Verhandlungen und militärischen Konflikte, die das Verhältnis prägen.

Chronik des Misstrauens: Die USA unter Trump und der Iran

Zerrissene Beziehungen: Die USA und der Iran unter Trump

Seit 2018 stehen die USA und der Iran in einem anhaltenden Konflikt, der von Sanktionen, Drohungen und militärischen Eskalationen geprägt ist. Diese angespannte Beziehung ist von Misstrauen, Vergeltungsmaßnahmen und gescheiterten Versuchen zur Annäherung gekennzeichnet.

Aktuell haben die USA und Israel einen umfassenden militärischen Angriff auf den Iran gestartet. US-Präsident Donald Trump verfolgt damit das Ziel, die vermeintliche Bedrohung durch die iranische Führung zu beseitigen und hat die iranische Bevölkerung dazu aufgerufen, die Kontrolle über ihr Land zu übernehmen. Die Eskalation dieser Situation hat eine lange Vorgeschichte, die im Folgenden chronologisch dargestellt wird.

2018: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Im Mai 2018 kündigte Trump während seiner ersten Amtszeit einseitig das 2015 geschlossene Wiener Abkommen über das iranische Atomprogramm (JCPOA) auf. Er bezeichnete das Abkommen als einen der „schlechtesten Deals aller Zeiten“. Trump kritisierte, dass sich das Abkommen ausschließlich auf die nukleare Anreicherung konzentrierte, während das iranische Raketenprogramm und die negativen Auswirkungen der Aufhebung von Sanktionen, die zu einem Geldfluss in den Iran führten, nicht berücksichtigt wurden.

Der Rückzug aus dem Abkommen leitete die Strategie des „maximalen Drucks“ ein: Die USA verhängten neue, strenge Sanktionen gegen den Iran. In der Folge hielt sich der Iran nicht mehr an frühere Verpflichtungen und begann erneut mit der massiven Anreicherung von Uran. Zudem wurde die Überwachung durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) eingeschränkt.

2020: Tötung von General Soleimani

Im Januar 2020 wurde der einflussreiche iranische General Ghassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff in Bagdad getötet. Soleimani, der Kommandeur der Quds-Truppe der Revolutionsgarden, galt als Architekt eines Netzwerks militärischer Gruppen, die gegen Israel kämpften. Die Tötung Soleimanis führte zu einem Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt im Irak, wodurch beide Länder an den Rand eines Krieges gerieten. Diese Ereignisse festigten einen tiefen Rachegedanken innerhalb der Revolutionsgarden und machten direkte diplomatische Gespräche über Jahre hinweg unmöglich.

2024: Vorwurf eines Mordkomplotts gegen Trump

Im November 2024 beschuldigte das US-Justizministerium den Iran, einen Plan zur Ermordung von Donald Trump geschmiedet zu haben. Der Iran wies diese Vorwürfe entschieden zurück. In der Folge wurden in den USA Anklagen gegen mehrere Verdächtige erhoben.

Juni 2025: Israelischer Krieg gegen iranische Atomanlagen

Im Juni 2025 führte Israel einen zwölf Tage andauernden Krieg gegen den Iran, bei dem militärische und zivile Ziele in weiten Teilen des Landes bombardiert wurden. Die USA unterstützten Israel und griffen ebenfalls drei bedeutende iranische Nuklearanlagen an. Der israelische Angriff fand nur einen Tag vor einer geplanten Verhandlungsrunde zwischen Washington und Teheran über das iranische Atomprogramm statt. Der Iran reagierte mit einem massiven Raketenbeschuss auf israelische Städte, einschließlich Tel Aviv. Aktuelle Informationen zu diesem Konflikt finden Sie im Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker.

2019-2026: Vergebliche Deeskalationsversuche

In den letzten Jahren gab es immer wieder Hoffnungen auf eine nachhaltige Deeskalation, die jedoch nie von Erfolg gekrönt waren. So lud der französische Präsident Emmanuel Macron 2019 den damaligen iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Sarif zum G7-Gipfel in Biarritz ein, doch ein Treffen mit Trump kam nicht zustande.

Auch nach dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden im Jahr 2021 gab es diplomatische Bemühungen, insbesondere durch die Wiederaufnahme indirekter Gespräche in Wien über ein neues Abkommen. Diese Verhandlungen kamen jedoch ins Stocken, unter anderem aufgrund der iranischen Unterstützung für Russland im Ukraine-Konflikt und der brutalen Niederschlagung von Protesten im Iran im Jahr 2022.

Aktuelle Situation und Ausblick

Die letzten Hoffnungen lagen auf den Gesprächen zwischen Washington und Teheran über das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA streben an, die Entwicklung von Atomwaffen durch die iranische Führung zu verhindern. Die iranische Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung der strengen Wirtschaftssanktionen.

Die Zukunft der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran bleibt ungewiss, während die Spannungen weiterhin hoch sind und diplomatische Lösungen schwer zu erreichen scheinen. In diesem Kontext ist auch die Entscheidung von Trump zu betrachten, einen weiteren Angriff auf Venezuela abzusagen, was auf eine gute Zusammenarbeit hindeutet.

Zusätzlich gab es Berichte über Schäden und Verletzte bei Drohnenabwehr in Dubai, die die geopolitische Lage weiter komplizieren.

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Bildquelle: ai-generated

Ronny Winkler