Die Münchner gewinnen 3:2, während ein geplanter Wechsel von Nicolas Jackson an einem Last-Minute-Veto scheitern könnte.
FC Bayern siegt gegen Augsburg trotz wackeliger Schlussphase
Der FC Bayern hat trotz des Transfer-Trubels ein sportliches Statement abgegeben und den FC Augsburg mit Trainer Sandro Wagner besiegt, obwohl es eine wackelige Schlussphase gab. Der deutsche Fußball-Rekordmeister siegte mit 3:2 (2:0) gegen die Fuggerstädter.
Der Münchner vierte Sieg im vierten Pflichtspiel der Saison wurde erzielt. Trotzdem wird es voraussichtlich bis zum Ende der Wechselfrist am Montag noch Bewegung im Kader geben – jedoch könnte der geplante Transfer des Offensivspielers Nicolas Jackson Medienberichten zufolge an einem Last-Minute-Veto des FC Chelsea scheitern.
Serge Gnabry (28. Minute), Luis Díaz (45.+4) und Michael Olise (48.) erzielten vor 30.660 Zuschauern Tore für das Team von Bayern-Trainer Vincent Kompany und brachten sie vorübergehend mit 3:0 in Führung. Die Augsburger Kristijan Jakic (53.) und Mert Kömür (76.) sorgten mit ihren Treffern für Spannung.
Robin Fellhauer verletzte sich in der Endphase des Spiels nach einem schlimmen Kopf-Zusammenstoß mit Bayern-Profi Sacha Boey, der dafür die Gelbe Karte erhielt. Fellhauer musste auf dem Feld medizinisch versorgt werden und wurde anschließend mit einer Trage vom Platz gebracht.
Díaz vergibt Riesenchance
Wagner stand bei seinem Heimdebüt als FCA-Trainer natürlich besonders im Rampenlicht – und wie erwartet 90 Minuten lang unter Spannung. Seinen dunkelblauen Kapuzenpullover hatte der gebürtige Münchner und ehemalige Bayern-Spieler schnell ausgezogen. Im weißen Shirt feuerte er sein Team von der Seitenlinie aus energisch an. Auf und ab laufend, kniend, aber so gut wie nie stehend.
Und auch auf dem Spielfeld wurde sofort ernst gemacht. Keine 30 Sekunden waren vergangen, als Díaz nach Vorarbeit von Olise die erste große Chance für die Bayern verpasste. Aus zwei Metern Entfernung schaffte es der Kolumbianer nicht, den Ball ins Tor zu bringen. Warum er ihn mit dem Außenrist anstatt der Innenseite spielte, blieb ein Rätsel. Hatten die Münchner drei Tage nach dem 3:2 im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden schon wieder Probleme beim Abschluss?
Wolf ans Außennetz – und später raus
Der Augsburger Torhüter Finn Dahmen, der für die kommenden WM-Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft nominiert wurde, lud die Gäste erneut ein – jedoch konnte Olise den schlechten Pass des Torhüters nicht nutzen (3.).
Die Spieler von Augsburg, die von Wagner trainiert wurden, gaben genauso viel Einsatz wie ihr Trainer, verteidigten diszipliniert und mit Leidenschaft. Marius Wolf, der später verletzt ausgewechselt werden musste, traf sogar das Außennetz (4.). Doch nach etwa 30 Minuten zahlte sich die Überlegenheit der Münchner aus, die immer mehr Druck aufbauten.
Kane serviert im 100. Bayern-Pflichtspiel
Der Stürmerstar Harry Kane zeigte in seinem 100. Pflichtspiel für die Bayern sein Können als Flankengeber und spielte Gnabry im linken Halbfeld an. Der 30-Jährige köpfte den Ball und erzielte sein erstes Tor für den Rekordmeister in dieser Saison.
Die Münchner hatten danach nicht mehr viele Chancen – bis Díaz in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das Ergebnis doch noch erhöhte. Diesmal war es Konrad Laimer, der ihn bediente. Diesmal traf er sicher. Und das sogar im Fallen.
Jakic holt FCA nach 0:3-Rückstand zurück
Nachdem der einmal mehr sehr auffällige Olise kurz nach der Pause mit einem Flachschuss das 3:0 für die Bayern erzielte, schien das Spiel bereits mehr oder weniger entschieden zu sein. Doch der FCA kam noch einmal zurück. Jakic traf mit einem Direktschuss und brachte damit sofort wieder mehr Stimmung ins Stadion.
Die Bayern waren zu Beginn nicht besonders beeindruckt, gerieten jedoch eine Viertelstunde vor Schluss doch noch stark unter Druck. Ein Flachschuss von Kömür rutschte an Torwart Manuel Neuer vorbei ins Tor. Die Augsburger kämpften um den Ausgleich, konnten ihn jedoch nicht mehr erzielen.