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Amiri bringt die Wende: Mainz besiegt Wolfsburg

Mainz 05 betreibt gegen Wolfsburg lange Chancenwucher. Zwei Eckbälle eines eingewechselten Nationalspielers nutzt das Fischer-Team dann aber gegen einen schwachen VfL.

Gefeierter Mann bei Mainz: Nadiem Amiri (l.)
Foto: Torsten Silz/dpa

Nach einem leidenschaftlichen Auftritt und dank Nadiem Amiri hat der FSV Mainz 05 die direkten Abstiegsplätze der Bundesliga verlassen. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer besiegte den VfL Wolfsburg im Endspurt mit 3:1 (0:1). Ein herausragender Keeper Kamil Grabara und ein frühes Führungstor durch Mohammed Amoura (3. Minute) reichten den harmlosen Gästen nicht aus.

Vor 30.000 Zuschauern brachte die Einwechslung des zuletzt erkrankten Nationalspielers Amiri die Wende: Philipp Tietz erzielte sein erstes Tor für die Rheinhessen (68.) und Stefan Bell (73.) drehten die Partie, bevor der Regisseur einen Elfmeter zum 3:1 verwandelte (83.).

Die Rheinhessen, die zu Hause schwach sind, hatten zuerst einen Elfmeter durch Phillip Tietz (22.) verfehlt. Für Fischer war es in seinem sechsten Ligaspiel mit Mainz der zweite Sieg.

«Soforthilfe» Posch gleich in der Startelf 

Beim Conference-League-Teilnehmer gab der von Como 1907 ausgeliehene Stefan Posch wenige Tage nach seiner Verpflichtung sein Debüt. Der von Sportdirektor Niko Bungert als «Soforthilfe» bezeichnete frühere Hoffenheimer lief in der Abwehr auf.  

Wolfsburgs Cheftrainer Daniel Bauer konnte erneut auf den zuvor verletzten Dzenan Pejcinovic zurückgreifen; der 20-jährige Stürmer hatte in den letzten drei Spielen der Hinrunde fünf Tore erzielt, blieb jedoch dieses Mal ungefährlich. Darüber hinaus verursachte er am Ende durch ein Handspiel auch noch einen fragwürdigen Elfmeter.

Amoura trifft mit der Hacke

Die Niedersachsen hatten zuletzt eine 1:8-Niederlage beim FC Bayern hinnehmen müssen, gefolgt von einem 2:1-Sieg gegen St. Pauli und einem 1:1 gegen Heidenheim, bei denen sie nicht besonders überzeugten. Auch in der Mewa Arena gelang ihnen trotz des gesperrten Kapitäns Maximilian Arnold ein perfekter Start: Amoura verwandelte eine Hereingabe von Sael Kumbedi mit der Hacke zur Führung – mehr hatte der VfL bis zur Halbzeit nicht zu bieten.

Kurz danach hätten die engagierten, aber im Abschluss lange nachlässigen Mainzer ausgleichen können: Tietz scheiterte an VfL-Torwart Grabara. Der Ex-Augsburger durfte vom Punkt antreten, als Jae-Sung Lee von Souza am Fuß getroffen wurde – doch Grabara lenkte den Ball stark um den Pfosten.

Vavros Standbein rettet Wolfsburg zunächst 

Benedict Hollerbach wurde ebenfalls nach etwa einer halben Stunde von dem polnischen Torhüter mit einer Glanzparade abgewehrt. Als Grabara einmal geschlagen war, rettete Denis Vavro auf der Torlinie, als Hollerbachs Ball gegen sein Standbein prallte.

Es ging langsam weiter für beide Teams nach der Pause. Kurz nach Amiris Einwechslung erzielten die Mainzer den verdienten Ausgleich: Tietz sprang nach seinem Eckball hoch und köpfte zum 1:1 ein. Bei einer weiteren Ecke von Amiri kam Hollerbach an den Ball, Abwehrchef Bell stocherte ihn über die Linie.

dpa