Ammann, der bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 sowie in Vancouver 2010 Goldmedaillen sowohl von der Normal- als auch von der Großschanze gewann, kann zudem auf vier Medaillen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und den Titel bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2010 in Planica zurückblicken.
Ammanns Rückkehr in den Weltcup: Bittere Realität für die Skisprung-Ikone

Am 20. November startet die Weltcup-Saison 2026/27 im Skispringen in Lillehammer, doch der bekannte Athlet Simon Ammann wird nicht dabei sein. Der vierfache Olympiasieger wurde nicht für das Schweizer Skiteam nominiert.
Ammann, der bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 sowie in Vancouver 2010 Goldmedaillen sowohl von der Normal- als auch von der Großschanze gewann, kann zudem auf vier Medaillen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und den Titel bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2010 in Planica zurückblicken. In der Gesamtwertung des Weltcups der Saison 2009/10 belegte er den ersten Platz und erreichte insgesamt 80 Podestplätze in Weltcup-Wettbewerben. Mit mittlerweile 45 Jahren muss Ammann jedoch jüngeren Talenten den Vortritt lassen.
Am Donnerstag gab der Schweizer Skiverband bekannt, dass das Weltcupteam aus Gregor Deschwanden, Sandro Hauswirth, Remo Imhof, Juri Kesseli und Kilian Peier besteht. Für die Damen wird Sina Arnet an den Start gehen. Diese Auswahl gilt für die ersten fünf Wettkampfstationen des Weltcups, die in Lillehammer, Ruka, Hinzenbach, Wisla, Titisee-Neustadt und Engelberg stattfinden. Damit ist Ammann nicht im A-Kader vertreten, könnte jedoch beim Heimwettbewerb in Engelberg einen der vier nationalen Startplätze ergattern.
Nationaltrainer Bine Norcic betonte, dass die Auswahl der Athleten ausschließlich auf den Leistungen in den Trainings basiert.
“Wer in den Trainings am besten springt, wird selektioniert. Was früher war, interessiert mich nicht,”
erklärte er. In den Trainings soll der 22-jährige Remo Imhof den besten Eindruck hinterlassen haben. Auch Felix Trunz, ein weiterer Konkurrent, fand sich nicht im Kader wieder.
Um sich für größere Wettbewerbe zu empfehlen, könnte Ammann im zweitklassigen Continental Cup antreten. Im vergangenen Winter hatte er diesen Weg bereits erfolgreich beschritten, um sich zurück ins Rampenlicht zu kämpfen. Der Druck auf Ammann ist enorm: Er kämpft nicht nur um seine Teilnahme am Weltcup, sondern auch um seine sportliche Zukunft in einer Disziplin, die er über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat.
Die finale Entscheidung über die Kaderzusammensetzung wird im Trainingslager in Oberstdorf fallen. Dort wird Ammann von Dienstag bis Donnerstag um das letzte verfügbare Schweizer Weltcup-Ticket wetteifern. Die Konkurrenz ist stark, insbesondere der junge Felix Trunz, der Ammann bereits zuvor das letzte Olympia-Ticket wegschnappen konnte. Diese Ausgangslage stellt für Ammann eine zusätzliche Herausforderung dar.
Quellen: sport, Merkur
Bildquelle: Clément Bucco-Lechat via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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