Dieses Jahr endet eine Ära, Angela Merkel wird im Herbst 2021 keine Kanzlerin mehr sein. So lange war noch keiner in Deutschland Kanzlerin – 16 Jahre.
Angela Merkel am Ende – Eine Abrechnung

Dieses Jahr endet eine Ära, Angela Merkel wird im Herbst 2021 keine Kanzlerin mehr sein. So lange war noch keiner in Deutschland Kanzlerin – 16 Jahre.
Helmut Kohl war einige Zeit länger an der Macht und der alte Konrad Adenauer gut 14 Jahre. Doch was kommt danach? Die SPD hatte noch nie so lange das Ruder in der Hand, oft waren die Sozialdemokraten aber in Koalitionen an der Regierung beteiligt.
Die Kanzlerin wirkt ausgelaugt, besonders die Corona-Krise hat sie am Ende ihrer Regierungszeit extrem gefordert. Die Suche nach einem/r Nachfolger/in gestalte sich schwierig. Viele bevorzugten Söder als den eher als weicher geltenden Laschet.
In einem Jahrzehnt, in dem die Spannungen und Umwälzungen in Teilen Europas zugenommen haben, war Frau Merkel eine Konstante in der politischen Landschaft. Sie wurde 2005 erstmals zur deutschen Bundeskanzlerin gewählt und ist eine der am längsten amtierenden europäischen Staats- und Regierungschefs in der Geschichte. Ihre Entscheidung, im September 2021 keine Wiederwahl zu beantragen, ist zweifellos das Ende einer Ära.
Angela Merkel setzte konsequent auf Stabilität. Die Kanzlerin erarbeitete sich einen Ruf als „Bollwerk“, machte „keine Experimente“ und wurde als „stabile Führerin“ wahrgenommen. Sie einte das gespaltene Land, zusammen mit Joachim Gauck waren sie eine lange Zeit die wichtigsten ehemaligen Ost-Deutschen auf herausragenden Positionen. Sie hat sich aber nie über ihr Geschlecht oder ihre Herkunft definiert. Vielmehr zählten bei ihr Fakten und die nüchterne Wissenschaft.
Doch nun zieht der Investigativ-Journalist Mathew D. Rose ein bitteres Fazit und erhebt schwere Vorwürfe gegen Merkel. Wie der britische „Express“ behauptet, soll die deutsche Vormachtsstellung die EU-Demokratie zerstört haben. Außerdem verglich Rose die Bundeskanzlerin mit der ehemaligen britischen Premierministerin. Demnach wirke Merkel „immer mehr wie eine müde Margaret Thatcher ohne moralischen Kompass“.
„Wie in Deutschland führen intransparente Hinterzimmer-Geschäfte zwischen Lobbyisten und EU-Politikern und Technokraten zu vielversprechenden und unterdurchschnittlichen Maßnahmen, bei denen anstelle der Eindämmung der Klimaerwärmung die Unternehmensgewinne Vorrang haben. Es gibt viel Spin, aber wirklich wirksame Maßnahmen sind noch nicht erkennbar“ schreibt der „Express“.








