Borussia Dortmund sichert sich mit dem Sieg in Leverkusen Rang drei in der Liga. Welche Rolle spielt das Ergebnis für die Zukunft von Abwehrspieler Schlotterbeck? Nur Guirassy sorgt für Ärger.
Anselmino und Adeyemi treffen: BVB überholt Leverkusen

Im ersten von zwei Top-Duellen mit Bayer Leverkusen innerhalb von vier Tagen hat Borussia Dortmund ein Statement abgegeben und den Ex-Meister in der Bundesliga-Tabelle wieder überholt. Die Fußballprofis von Trainer Niko Kovac gewannen das Topspiel in Leverkusen mit 2:1 (1:0).
Aarón Anselmino erzielte das erste Bundesligator für den BVB in der 41. Minute, gefolgt von einem weiteren Treffer von Karim Adeyemi in der 65. Minute. Dies führte zu dem ersten Sieg in der Liga für den BVB nach zwei sieglosen Spielen mit Last-Minute-Gegentreffern hintereinander. Leverkusen konnte durch den Anschlusstreffer von Christian Kofane (83.) nicht mehr aufholen.
Ausrufezeichen im Werben um Schlotterbeck
Nico Schlotterbecks Vertragsverlängerung wurde durch den Sieg auch betont. Der deutsche Top-Innenverteidiger hatte zuvor angedeutet, dass seine Entscheidung auch vom Ergebnis der beiden Spiele gegen Leverkusen abhängig sein würde.
«Extrem wichtig, auch allgemein für die Saison, um zu zeigen, in welche Richtung es geht», sagte Schlotterbeck vor dem Spiel noch einmal bei Sky zur Bedeutung des Doppelpacks gegen Leverkusen. Am Dienstag geht es in Dortmund im DFB-Pokal-Achtelfinale erneut gegen den Meister von 2024.
Schlotterbecks Vertrag in Dortmund läuft 2027 aus. Der 25-Jährige will nachhaltig um Titel spielen und soll seine Entscheidung auch von einer entsprechenden Perspektive in Dortmund abhängig machen. «Deswegen musst du beide Spiele so angehen, als ob es die wichtigsten in der Saison sind. Es sind jetzt auch die wichtigsten in meinen Augen», sagte Schlotterbeck.
Leverkusen zunächst besser
Der BVB-Spiel bekam erst nach der Pause richtig Zug. Das Bundesliga-Topspiel hatte lange Zeit nichts mit Spitzenfußball zu tun. Leverkusen hatte anfangs mehr Ballbesitz und gewann mehr Zweikämpfe, konnte jedoch gegen die harmlosen und passiven Gäste nicht genug daraus machen. Ernest Poku verschwendete die einzige vielversprechende Chance (19.) viel zu leichtfertig. Nach einem schönen Steilpass von Ibrahim Maza verfehlte der Niederländer das Ziel deutlich – da war mehr möglich.
Sonst gab es viele Abspielfehler und Patzer im Aufbau beider Teams. Die Führung der Dortmunder kam überraschend und wie aus dem Nichts nach einem Standard. Nach einem dummen Foul von Edmond Tapsoba an Adeyemi köpfte Anselmino einen Freistoß von Daniel Svensson ins Netz, was die BVB-Führung bedeutete. Zuvor hatte es auf der Haupttribüne bei der Dortmunder Clubführung um den neuen BVB-Boss Carsten Cramer eher lange Gesichter gegeben.
Guirassy nach Auswechslung angefressen
Dortmund machte nach der Halbzeitpause mehr Druck und dominierte nun das Spiel. Das 2:0 durch einen Kopfball von Adeyemi nach einer Flanke von Fábio Silva war verdient. Der Portugiese wurde zuvor für den schwachen Serhou Guirassy eingewechselt, der deutlich verärgert über seine Auswechslung war. Adeyemi erzielte somit im dritten aufeinanderfolgenden Pflichtspiel ein Tor für den BVB, der nun mit 25 Punkten an Leverkusen (23) vorbeizog und auf den dritten Platz sprang.
Die Leverkusener Mannschaft, die nur noch das 1:2 durch Kofane erzielte, hat nur eines der letzten sieben Bundesliga-Duelle mit den Dortmundern gewonnen. Gegen keinen anderen Bundesligagegner haben die Leverkusener seit dem Sommer 2022 eine schlechtere Bilanz.
Bayer beendet den Monat genauso, wie er begonnen hatte: Am 1. November hatte das Team von Trainer Kasper Hjulmand 0:3 bei den Bayern verloren. Zwischen diesem Spiel und der Niederlage gegen den BVB lagen vier Pflichtspielsiege.








