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Asteroiden-Einschlag: Experten befürchten Horror-Szenario!

Die Folgen eines Asteroiden-Einschlags wären fatal. Das Leben auf der Erde könnte weitgehend ausgelöscht werden, ähnlich wie damals bei den Dinosauriern.

Foto: Depositphotos

Die Folgen eines Asteroiden-Einschlags wären fatal. Das Leben auf der Erde könnte weitgehend ausgelöscht werden, ähnlich wie damals bei den Dinosauriern.

Was sind Asterioden?

Als Asteroiden (deutsch „sternähnlich“) werden Kleinplaneten oder Planetoiden  astronomische Kleinkörper bezeichnet, die sich auf keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen und größer als Meteoroiden (Millimeter bis Meter), aber kleiner als Zwergplaneten (ca. tausend Kilometer) sind.

Der Begriff Asteroid wird oft als Synonym von Kleinplanet verwendet, bezieht sich aber hauptsächlich auf Objekte innerhalb der Neptun­bahn und ist kein von der IAU definierter Begriff. Jenseits der Neptunbahn werden solche Körper auch transneptunische Objekte (TNO) genannt. Nach neuerer Definition fasst der Begriff Kleinplanet die „klassischen“ Asteroiden und die TNO zusammen.

Bislang sind 1.060.759 Asteroiden im Sonnensystem bekannt (Stand: 17. Februar 2021), wobei jeden Monat mehrere Tausend neue Entdeckungen hinzukommen und die tatsächliche Anzahl wohl in die Millionen gehen dürfte. Asteroiden haben im Gegensatz zu den Zwergplaneten definitionsgemäß eine zu geringe Masse, um in ein hydrostatisches Gleichgewicht zu kommen und eine annähernd runde Form anzunehmen, und sind daher generell unregelmäßig geformte Körper. Nur die wenigsten haben mehr als einige hundert Kilometer Durchmesser.

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Große Asteroiden im Asteroidengürtel sind die Objekte (2) Pallas, (3) Juno, (4) Vesta, (5) Astraea, (6) Hebe, (7) Iris, (10) Hygiea und (15) Eunomia.

Es klingt wie das Endzeitszenario aus einem Hollywoodstreifen. Eine „gigantische Flüchtlingskrise“, die durch einen möglicherweise einschlagenden Asteroiden ausgelöst wird, könnte dazu führen, dass Europäer und Amerikaner nach Asien, in den Nahen Osten und in den Pazifikraum umsiedeln müssen. Dabei handelt es sich nicht um das Hirngespinst eines Drehbuchautors oder Filmemachers. Es sind die Überlegungen von Weltraumexperten, die einen solchen möglichen Fall nun analysieren wollen.

Führende Köpfe kommen noch in diesem Monat zusammen, um einen Plan für den Fall zu entwickeln, dass ein Asteroid jemals auf der Erde einschlagen sollte. Die Experten warnen, dass wir uns nicht nur auf den ersten Einschlag vorbereiten müssen, sondern auch auf eine Reihe von Menschenrechtskrisen, die daraus resultieren könnten.

Wann kommt der nächste Einschlag?

Asteroiden, die mit wesentlich größeren Himmelskörpern wie Planeten kollidieren, erzeugen Einschlagkrater. Die Größe des Einschlagkraters und die damit verbundene Energiefreisetzung (Explosion) wird maßgeblich durch die Geschwindigkeit, Größe, Masse und Zusammensetzung des Asteroiden bestimmt.

Die Flugbahnen der Asteroiden im Sonnensystem sind nicht genau genug bekannt, um auf längere Zeit berechnen zu können, ob und wann genau ein Asteroid auf der Erde (oder auf einem anderen Planeten) einschlagen wird. Durch Annäherung an andere Himmelskörper unterliegen die Bahnen der Asteroiden ständig kleineren Veränderungen. Deswegen wird auf Basis der bekannten Bahndaten und -unsicherheiten lediglich das Risiko von Einschlägen errechnet. Es verändert sich bei neuen, genaueren Beobachtungen fortlaufend.

Mit der Turiner Skala und der Palermo-Skala gibt es zwei gebräuchliche Methoden zur Bewertung des Einschlagrisikos von Asteroiden auf der Erde und der damit verbundenen Energiefreisetzung und Zerstörungskraft:

Die Turiner Skala ist anschaulich und einfach gehalten. Sie ist in ganzzahlige Stufen von 0 bis 10 eingeteilt, wobei 0 keine Gefahr bedeutet und Stufe 10 einem sicheren Einschlag mit großer globaler Zerstörungswirkung entspricht (→Global Killer). Von dieser Skala wird eher in den Medien Gebrauch gemacht, da sie einfacher zu verstehen ist als die Palermo-Skala.

Die Palermo-Skala wiederum findet in der Astronomie häufigere Anwendung, da sie physikalisch aussagekräftiger ist. Sie setzt die Einschlagwahrscheinlichkeit mit dem Hintergrundrisiko durch Objekte vergleichbarer Größe in Verbindung. Die Palermo-Skala ist logarithmisch aufgebaut: Ein Wert von 0 auf der Palermo-Skala entspricht dem einfachen Hintergrundrisiko (1=100), 1 entspricht zehnfachem Risiko (10=101), 2 dem 100-fachen Risiko (100=102) und so weiter.

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Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) publiziert öffentlich eine fortlaufend aktualisierte Risikoliste, in der Asteroiden und deren Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit der Erde aufgeführt sind.

Zukunft

Am 13. April 2029 wird der 270 m große Asteroid (99942) Apophis die Erde passieren. Nach bisherigen Berechnungen wird nur etwa der dreifache Erddurchmesser (etwa 30.000 Kilometer) zwischen der Erde und dem Asteroiden liegen. Solch ein Ereignis kommt laut Angaben der Universität von Michigan nur alle 1300 Jahre vor. Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision der Erde mit Apophis ist mit 0,023 Prozent aus derzeitiger Sicht (Stand 11. Juli 2019) recht unwahrscheinlich.[12]

Der Asteroid (29075) 1950 DA (2 km Durchmesser) wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen, wobei die Möglichkeit einer Kollision besteht. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 0,33 Prozent.

Die höchste Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit der Erde wird derzeit (Stand 17. Juli 2019) dem Asteroiden 2010 RF12 (8 m Durchmesser) zugewiesen. Er wird die Erde am 5. September 2095 mit einer Wahrscheinlichkeit von 6,25 Prozent treffen.

Asteroiden-Einschlag auf der Erde am 21. April 2021 in Simulation der „Planetary Defense Conference“

Auf der „Planetary Defense Conference“, die vom 26. bis 30. April in Wien stattfindet, werden sich Weltraumexperten die Frage klären, was zu tun ist, wenn ein Fremdkörper tatsächlich der Erde nahe genug herankommt, um eine Gefahr für darzustellen. Das sogenannte PDC Hypothetical Asteroid Impact Scenario 2021 ist eine Übung, die ein wichtiger Teil der Konferenz sein wird. Nachzulesen sind die Programmpunkte ganz öffentlich auf der Webseite der IAA (International Academy of Astronautics).

Die Tagung wird vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veranstaltet. Angenommen wird dabei der Fall, dass ein Asteroid am 21. April entdeckt wird und die Überwachungssysteme den 20. Oktober 2021 als mögliches Einschlagdatum identifizieren. In der Übung wird davon ausgegangen, dass der Asteroid eine Größe zwischen 35 und 700 Metern hat und direkt auf uns zusteuert. Die Menschen hätten dann nur sechs Monate Zeit, einen Verteidgungs-Plan zu entwickeln.

Millionen Tote nach Asteroiden-Einschlag auf Erde

Die Folgen eines solchen Einschlags sollen auf der Konferenz erörtert werden. Die Verwüstungen, die ein solcher Einschlag anrichten könnte, wenn wir unvorbereitet sind, und zwar nicht nur die unmittelbaren Schäden durch den Asteroiden, sondern auch die langfristigen Auswirkungen der verschiedenen Krisen, die er verursachen könnte, erscheinen extrem. „Ein Einschlag auf oder über einer dicht besiedelten Stadt könnte Millionen von Toten verursachen, und ein Einschlag auf Wasser könnte zu massiven Überschwemmungen an den Küsten führen„, erläutert die „Planetary Society“

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Die gemeinnützige und nicht staatliche Organisation, die die Erforschung des Sonnensystems und außerdem die Suche nach außerirdischem Leben als Ziel verfolgt, nimmt ebenfalls an der Konferenz teil und erklärt: „Jeder größere Einschlag würde zu weitreichenden Schäden, Verletzungen und Tod führen und beispiellose humanitäre und Flüchtlingskrisen auf der ganzen Welt auslösen.“

Massenpanik befürchtet

In der Simulation der Konferenz wird simuliert, dass der Asteroid Europa, Nordamerika und Teile Afrikas treffen, während große Teile Asiens, Indonesiens und der Pazifikregion außerhalb der Einschlagzone liegen würden. In diesem Einschlaggebiet, das extrem lange unbewohnbar sein würde, würde es zweifellos zu einer Massenpanik kommen. Man würde versuchen, die Bewohner in einen „sicheren“ Teil des Planeten umzusiedeln. Wie einem Einschlag jetzt vorgebeugt werden kann, soll während des PDC Hypothetical Asteroid Impact Scenario 2021 erarbeitet werden.

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