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Putin schickt Atomwaffen-Einheiten in Richtung Ukraine: Sorge vor Atomkrieg wächst

Nicht nur Putins Atom-Zug Richtung Ukraine bereiten Grund zur Sorge, sondern auch sein Atom-U-Boot Poseidon.

Foto: NF24 / Canva

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Drohender Atomkrieg – Bereitet Putin den Einsatz von Atomwaffen vor? Der Krieg in der Ukraine geht in die nächste Etappe: Ein riesiger Güterzug mit militärischer Spezialausrüstung, der vermutlich Atomwaffen enthält, wurde Richtung Ukraine geschickt. Die Befürchtungen über eine Eskalation des Krieges steigen.

Der Militäranalyst Konrad Musyka behauptet, dass die Stationierung solcher Einheiten ein Zeichen für eine bevorstehende Eskalation des Konflikts sein könnte. Auch groß angelegte Atomübungen seien nicht ausgeschlossen.

Putin droht mit Atomkrieg: Besorgniserregende Aufnahmen aus Russland

In einem Clip, den der pro-russische Kanal Rybar am Sonntag über die Nachrichten-App Telegram veröffentlichte, waren eine Reihe von gepanzerten Mannschaftstransportern (APCs) des Typs BPM-97 und andere Militärfahrzeuge zu sehen, die durch Zentralrussland fuhren.

Es wird vermutet, dass die Schützenpanzer mit leistungsfähigeren Geschütztürmen, verstärkter Panzerung aus dem Hinterhalt und minensicherer Panzerung sowie einem Luftreinigungssystem aufgerüstet wurden, das es den Insassen ermöglichen soll, auch bei anhaltenden Infanterieangriffen effektiv zu operieren.

Diese hochmoderne militärische Ausrüstung, die bisher kaum an den Fronten in der Ukraine eingesetzt wurde, gehört Berichten zufolge der Hauptdirektion des russischen Verteidigungsministeriums. Diese Spezialabteilung ist für die Lagerung, Wartung und Bereitstellung von Waffen für die Strategischen Raketentruppen zuständig. Es handelt sich um eine russische Militärabteilung, die Atomraketen kontrolliert und ein Schlüsselelement von Putins Atomprogramm darstellt.

Zu diesem Zeitpunkt warnte die NATO ihre Mitgliedstaaten, dass das hochmoderne russische Atom-U-Boot Belgorod seinen Stützpunkt im Weißen Meer verlassen hat. Putins wichtigster Verbündeter Ramsan Kadyrow erklärte, das russische Militär solle „Atomwaffen mit geringer Sprengkraft“ einsetzen, um das Blatt im Krieg in der Ukraine zu wenden.

Übungen der Russischen Strategischen Raketentruppen (RVSN)

Militäranalyst Muzyka erklärt, dass die Verlegung von schwerem Militärgerät, nicht unbedingt bedeutet, dass Russland den Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine vorbereite. Er deutete jedoch an, dass dies ein „Signal an den Westen sein könnte, dass Moskau den Konflikt eskalieren kann“. Zudem seien die Russischen Strategischen Raketentruppen (RVSN) dafür bekannt sind, dass sie im Herbst umfangreiche Übungen durchführen.

Die RVSN sind ein Teil der russischen Streitkräfte und bilden einen Eckpfeiler des russischen Programms zur nuklearen Verteidigung und Abschreckung. Sie besteht aus Dutzenden von Raketenregimentern, die zusammen Tausende von nuklearfähigen Waffen und ballistischen Interkontinentalraketen (ICBM) kontrollieren und für die Wartung und den Schutz ihrer Startzentren verantwortlich sind.

Macht durch Atomwaffen

Wir befinden uns in einer Situation, in der die Überlegenheit an Ressourcen und konventionellen Waffen auf der Seite des Westens liegt“, sagt Vasily Kashin, ein militärischer und politischer Analyst an der Higher School of Economics in Moskau.

Aber Russlands Macht basiert auf seinem Atomwaffenarsenal. Muzyka vermutete auch, dass die Verlagerung solcher Geräte zur nuklearen Abschreckung dem sogenannten „Grom“ (Donner) dienen könnte. Bei den zuletzt im Oktober 2019 durchgeführten Grom-Übungen kommen Abteilungen aus den drei russischen Atomwaffenarsenalen zu Lande, zu Wasser und in der Luft zusammen, um ihre Einsatzfähigkeit im Falle eines nuklearen Konflikts zu testen.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu kündigte im vergangenen Jahr an, dass die Grom-Übungen im Jahr 2022 wieder stattfinden würden. Es ist jedoch unklar, ob der Konflikt in der Ukraine Änderungen am Programm nach sich ziehen werden.

Die Besorgnis über die Bewegung der militärischen Ausrüstung der 12. Hauptdirektion kommt zu einem besonders unpassenden Zeitpunkt. Denn die NATO warnte erst kürzlich darüber, dass ein wichtiges russisches Atom-U-Boot seinen Stützpunkt im Weißen Meer in Nordrussland verlassen habe.

U-Boot Poseidon und verstrahlte Tsunamis

In der Warnung wird behauptet, das U-Boot K-329 Belgorod, welches erst im Juli 2022 den aktiven Dienst in der russischen Marine aufgenommen hatte, möglicherweise auf dem Weg in die Karasee sei. Dort soll die gefürchtete atomare Unterwasserdrohne Poseidon getestet.

Poseidon soll in der Lage sein, riesige Entfernungen unter Wasser zurückzulegen, bevor sie mit ausreichender Kraft detoniert würde. Dadurch könnten nukleare Tsunamis ausgelöst werden, die Küstenstädte ertränken und bestrahlen könnten.

YY
Quellen: dailymail.co.uk