Der FC Bayern gewinnt zum Abschluss der Ligaphase in Eindhoven und wird damit Vorrunden-Zweiter. Erst trifft Musiala beim Startelf-Comeback – und dann Torjäger Kane zum 2:1.
Bayern jubeln dank Musialas Comeback-Tor und Joker Kane

Ein fantastisches Startelf-Comeback von Jamal Musiala und ein Joker-Tor von Harry Kane haben dem FC Bayern eine hervorragende Ausgangslage für die K.o-Phase in der Champions-League beschert. Beim 2:1 (0:0) gegen die PSV Eindhoven sicherte sich der deutsche Fußball-Rekordmeister den siebten Sieg im achten Spiel. Als Zweiter der Gruppenphase zog Bayern somit ins Achtelfinale ein und umging wie gewünscht ein mögliches Aufeinandertreffen mit dem starken FC Arsenal bis zum Finale.
Das erste Champions-League-Tor des lange verletzten Musiala seit fast elf Monaten (58. Minute), das Siegtor des nach einer Stunde eingewechselten Kane (84.) und eine sehr gute Torhüter-Leistung von Manuel Neuers Vertreter Jonas Urbig garantieren den Bayern bis zum Halbfinale nun Rückspiele vor heimischen Publikum. Der 1:1-Ausgleich von Ismail Saibari (78.) fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht. In der Nachspielzeit sah Eindhovens Mauro Junior noch die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.
Starke Paraden von Urbig
Das Team von Trainer Vincent Kompany konnte sich jedoch nicht vollständig von der ersten Bundesliga-Niederlage gegen den FC Augsburg rehabilitieren. Urbig zeigte eine starke Einzelleistung. Der 22-Jährige bewies nach seinem Fehler gegen Augsburg mit zahlreichen Paraden, besonders in der ersten Halbzeit, welches außergewöhnliche Talent in ihm steckt. Beim Gegentor hatte er keine Chance.
Von Anfang an war spürbar, dass der niederländische Meister noch um den Playoff-Einzug kämpfte, während die Bayern das Achtelfinal-Ticket bereits sicher hatten. Die PSV-Fans im Philips-Stadion unterstützten ihr Team lautstark und schafften eine hitzige Atmosphäre.
Urbig hatte früh viel zu tun. Trotz seines Fehlers vom Wochenende gab Kompany dem ehemaligen Kölner erneut sein Vertrauen. Ansonsten rotierte der Bayern-Trainer kräftig. Besonders das Comeback von Musiala in der Startelf und der erstmalige Platz auf der Champions-League-Bank für Top-Torjäger Harry Kane seit seinem Wechsel nach München sorgten für Aufsehen.
Musialas starkes Startelf-Comeback
Nach zwei Kurzeinsätzen in der Liga brachte Kompany Musiala direkt wieder von Beginn an. «Es gibt leider in dieser Phase der Saison keine softe Integration. Es muss eine harte Integration sein. Und das ist unser Puzzle im Moment», hatte Kompany bereits am Vorabend zum Einbau gesagt.
Musiala hatte sich bei der Club-WM im Sommer einen Wadenbeinbruch zugezogen und soll für die entscheidende Saisonphase fit gemacht werden. «Ich erwarte nicht, dass er Leistungsträger ist», sagte Kompany vor dem Anpfiff beim Streamingdienst DAZN. Stattdessen wurde der Top-Profi sogleich wieder zum Unterschiedsspieler und war auffälligster Spieler in der Offensive.
Für Kane stürmte zunächst Afrika-Cup-Gewinner Nicolas Jackson. «Jackson kommt mit viel Momentum aus dem Afrika-Cup. Heute passt das. Das hilft Harry auch», sagte Kompany zu dem Senegalesen, der indes blass blieb.
Jackson als Kane-Ersatz blass
Die umgebaute Bayern-Mannschaft kämpfte sich in das Spiel. Zunächst war jedoch ein Freistoß von Tom Bischof, der die Latte berührte, das Höchste der Gefühle (6.). Die PSV mit dem ehemaligen Bayern-Talent Paul Wanner blieb die aktivere Mannschaft mit den meisten Chancen. Urbig musste sich bis zur Pause immer wieder strecken, um das 0:0 zur Halbzeit zu halten.
Die Bayern-Offensive kam im ersten Durchgang ohne Michael Olise und Kane kaum in Gang. Jackson schien wie ein Fremdkörper in der Spitze. Auch nach der Halbzeitpause behielt Eindhoven die Kontrolle.
Eindhoven schien immer angespannter zu werden. Musiala hingegen wirkte besonders anders, da er mit seiner bekannten Leichtigkeit immer wieder nach Lücken suchte und nach einer knappen Stunde nach dem Pass von Lennart Karl auch fand.
Kurz danach überraschte Kompany erneut mit vier Wechseln. Jackson und Musiala hatten genug getan. Kane durfte jetzt auch mitspielen. Statt weiterer Offensivpower der Bayern kam Eindhoven nun wieder zurück und belohnte sich für eine insgesamt engagierte Leistung mit dem Ausgleich.








