Die Münchner verpassten ihren Bundesliga-Startrekord einzustellen, trotz später Tore von Kane und Ausgleich in der Nachspielzeit.
FC Bayern München beendet Siegesserie gegen Union Berlin

Die beeindruckende Siegesserie des FC Bayern München in der Fabel wurde beim 1. FC Union Berlin im 17. Spiel gestoppt. Trotzdem gelang den Bayern dank eines späten Treffers von Harry Kane zumindest noch ein Punkt, nachdem es bis zur Nachspielzeit sogar nach der ersten Niederlage der Saison aussah. Vier Tage nach dem erfolgreichen Champions-League-Spiel in Paris kam das Team von Trainer Vincent Kompany beim 1. FC Union Berlin aufgrund eines Fehlers von Torwart Manuel Neuer nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.
In Köpenick kämpften die Münchner über weite Strecken gegen unangenehme Berliner. Vor 22.012 Zuschauern und Zuschauerinnen im Stadion An der Alten Försterei brachte Danilho Doekhi die Hausherren zunächst in Führung (27. Minute). Manuel Neuer ließ den zentral geschossenen Ball durch die Hände rutschen. Luis Díaz (38.) glich in einer Drangphase vor der Pause aus. Die erneute Berliner Führung durch Doekhi (83.) konnte Top-Torjäger Kane in der Nachspielzeit noch ausgleichen (90.+3).
Die Münchner konnten ihren eigenen Bundesliga-Startrekord aus dem Jahr 2015 nicht einstellen. Der deutsche Rekordmeister hatte zuvor alle 16 Pflichtspiele in dieser Saison gewonnen. Noch nie zuvor war ein Team in Europas Topligen so gut in eine Spielzeit gestartet. Die Berliner müssen weiterhin auf einen Sieg gegen die Bayern warten, konnten jedoch im eigenen Stadion das zweite Remis in Folge gegen den FCB holen.
Wieder greift der VAR in Köpenick ein
Kompany hatte vor dem Auftritt in Berlin gesagt, seine Mannschaft müsse «mental den Knopf total umdrehen – sofort». Das überließ der Belgier überwiegend den Siegern aus Paris und tauschte nur zwei Nationalspieler. Leon Goretzka begann statt Aleksandar Pavlović.
An besonderen Tagen wird die Alte Försterei noch lauter als sonst. Jeder gewonnene Zweikampf wird vom gesamten Stadion gefeiert. Den Bayern fiel es anfangs schwer, sich anzupassen.
Die Stärken der Berliner Mannschaft wurden deutlich. Sie waren aggressiv gegen den Ball, konnten schnell umschalten und brachten gefährliche Standardsituationen im Angriff. Ilyas Ansah (21) erzielte nach neun Minuten ein Tor nach einem Eckball zum vermeintlichen Führungstreffer, da er an seinem Geburtstag spielte. Doch wie bereits gegen Freiburg griff der Video-Schiedsrichter aufgrund einer Abseitsposition ein.
Doekhi wieder Torgarant
Nach einem Eckball klappte es dann wieder. Haberer, der für den gesperrten Standardschützen Christopher Trimmel einsprang, spielte den Ball flach in den Strafraum. Die Direktabnahme von Doekhi rutschte Neuer durch.
Dann erwachte der Rekordmeister. Nach einer herausragenden Einzelaktion, bei der er den Ball auf dem Boden liegend an Haberer vorbeispitzelte, schoss Luis Díaz aus spitzem Winkel zum Ausgleich ein. Es war der erste gefährliche Torschuss der Gäste.
Kurz danach gab Kane eine mustergültige Vorlage an den Kolumbianer, der jedoch vor dem FCU-Keeper Frederik Rönnow knapp verzog (45.). Die Bayern drängten auf die Führung. Ein Tor von Kane wurde wegen Abseits nicht anerkannt (45.+3). In der zweiten Halbzeit waren die Berliner zunächst das aktivere Team. Haberer schoss nach einem Konter über das Tor (58.).
Die Gäste übernahmen erneut die Kontrolle. Michael Olise testete kurz darauf Rönnow mit einem Schuss auf das kurze Eck. Goretzkas Schuss ging über den Kasten (71.). Doekhi nutzte dann nach einem Freistoß eine ungenaue Klärungsaktion der Münchner und erzielte seinen zweiten Doppelpack der Saison. Am Ende glich Kane per Kopf aus.








