Der 1. FC Heidenheim ist nach einem 0:6 in Leverkusen auf Wiedergutmachung aus. Doch auch der Auftritt vor eigenem Publikum misslingt. Beim Gegner feiert der Coach eine erfolgreiche Premiere.
Bei Premiere: Polanski vergrößert Heidenheims Probleme

Das gelungene Debüt von Eugen Polanski als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach hat die ohnehin schwierige Situation des 1. FC Heidenheim im Abstiegskampf weiter verschärft. Vier Tage nach seiner Beförderung vom Interims- zum Cheftrainer gewann Polanski deutlich mit 3:0 (1:0) gegen den Tabellenletzten.
Kevin Diks eröffnete mit einem verwandelten Foulelfmeter (45. Minute +1) kurz vor der Halbzeit den vierten aufeinanderfolgenden Pflichtspielsieg der wiedererstarkten Gladbacher. Nach der Pause sorgten Haris Tabakovic (55.) und der eingewechselte Shuto Machino (76.) für die Entscheidung.
Kleindienst feiert Comeback
Die Fohlen haben sich nach einem schwachen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga vorerst von den Abstiegsrängen distanziert. Die Gladbacher konnten sich zudem über das Comeback von Nationalstürmer Tim Kleindienst freuen, der nach seiner Knieverletzung bei seinem Ex-Club für die letzten Minuten erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam.
Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt aus Heidenheim musste zwei Wochen nach dem 0:6-Debakel in Leverkusen auch vor den eigenen Fans eine klare Niederlage einstecken. Mit nur fünf Punkten aus elf Spielen steigt der Druck weiter.
Kapitän Mainka nimmt Mannschaft nach 0:6 in die Pflicht
Vor den wegweisenden Wochen bis zur Winterpause hatte der Mannschaftsrat um Kapitän Patrick Mainka Fans und Club in einem Grußwort im Vereinsheft auf den Abstiegskampf und den Weg, der «steinig» sein werde, eingeschworen. «Wir sind dabei in der Pflicht, unsere FCH-DNA wieder besser auf den Platz zu bekommen», hieß es darin. Einsatz und Willen stimmten. Doch die Probleme, Torgefahr auszustrahlen, zeigte sich vor 15.000 Zuschauern erneut.
Die Heidenheimer, die in der Offensive harmlos waren, ließen in der Defensive zunächst wenig zu. Obwohl es bereits nach einer torlosen ersten Halbzeit aussah, musste die Schmidt-Truppe schließlich doch noch einen Rückstand hinnehmen.
Gladbach kontrolliert die Partie und trifft verdient
Nach einer Ecke zeigte der Schiedsrichter Frank Willenborg auf den Punkt und bestrafte damit offensichtlich, dass Jan Schöppner Nico Elvedi von Gladbach festgehalten hatte. Diks schoss in die linke untere Ecke. Der chancenlose Torwart Diant Ramaj hatte sich für die andere Ecke entschieden.
Die Gladbacher belohnten sich mit dem 1:0 dafür, dass sie das Spiel dominierten. Die Gäste hatten zuvor kaum Torchancen aus dem Spiel heraus. Nur beim Lattenkracher von Tabakovic nach einer guten Viertelstunde aus kurzer Distanz hatte der FCH Glück.
Nach dem Wechsel wird das Ergebnis deutlicher
In der ersten Aktion nach dem Wechsel zwang der Kapitän des FCH, Mainka, den lange Zeit fast arbeitslosen Torwart der Borussen, Moritz Nicolas, zu einer Parade per Kopfball. Es war die erste wirklich gute Chance für die Heidenheimer.
Wenig später forderten die Anhänger der Heimmannschaft einen Elfmeter – auf der anderen Seite fiel dann das entscheidende 2:0. Mit der Hacke spielte Rocco Reitz für Tabakovic vor. Die Heidenheimer hatten weiterhin Probleme mit dem Rücken zur Wand und mussten durch das Tor von Machino einen weiteren Rückschlag hinnehmen.








