Die Ukraine berichtet, dass Belarus Signalverstärker für Drohnenangriffe abgeschaltet hat. Präsident Selenskyj äußert sich optimistisch über die Situation und verfolgt die Entwicklungen genau, nachdem er ein Ultimatum gestellt hatte.
Belarus stellt Signalverstärker für Drohnen ein: Ukraine reagiert mit Ultimatum

Am 22. Juni 2026 stellte Belarus seinen Betrieb von Signalverstärkern ein, die zuvor für Drohnenangriffe genutzt wurden. Dies gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekannt und betonte, dass Kiew ein Ultimatum zur Deaktivierung dieser Einrichtungen an Minsk gerichtet hatte.
Signalverstärker angeblich deaktiviert
Selenskyj informierte in einer Pressekonferenz, dass die Relaisstationen auf belarussischem Staatsgebiet seit dem besagten Datum nicht mehr aktiv sind. Er sagte:
„Nach den mir vorliegenden Informationen, die mir sowohl vom Oberbefehlshaber als auch vom Geheimdienst übermittelt wurden, haben die betreffenden Relaisstationen ihren Betrieb auf dem Gebiet von Belarus seit dem 22. Juni eingestellt.“
Er fügte hinzu, dass die Situation genau überwacht wird und tägliche Berichte eingehen.
Hintergrund der Spannungen
Die Spannungen zwischen der Ukraine und Belarus haben sich in den letzten Wochen intensiviert. Aus Kiew wurde berichtet, dass Russland versucht, Belarus stärker in den laufenden Konflikt einzubeziehen. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko erklärte hingegen, dass die Ukraine keine Bedrohung befürchten müsse. In der Vergangenheit hatte er die ukrainischen Truppen im Grenzgebiet als „Kanonenfutter“ bezeichnet.
Belarus‘ Rolle im Konflikt
Belarus gilt als einer der größten Unterstützer des russischen Angriffs auf die Ukraine. Das Land wurde bereits 2022 als Aufmarschgebiet für russische Streitkräfte genutzt und ist weiterhin ein Ausgangspunkt für Drohnenangriffe auf die Ukraine. Militärische Experten, wie Rob Lee, haben darauf hingewiesen, dass ein System zur Signalweiterleitung in den besetzten Gebieten installiert wurde, um die Effizienz der Drohnenoperationen zu erhöhen. Lee erklärte auf der Plattform X:
„Russland hat ein System zur Signalweiterleitung in den besetzten Gebieten und entlang der Grenze aufgebaut, um Drohnen ein besseres Signal zu liefern, doch die Reichweite beträgt weniger als 200 Kilometer.“
Folgen und mögliche militärische Reaktionen
Obwohl die Signalverstärker nun inaktiv sind, bleibt die Frage, ob die Ukraine militärische Maßnahmen gegen Belarus ergreifen wird, falls die Situation sich nicht verbessert. Der ukrainische Präsident hatte in der Vergangenheit angedeutet, dass militärische Optionen in Betracht gezogen werden, sollte Minsk nicht auf das Ultimatum reagieren.
„Ob sie nun abgebaut wurden oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt derzeit noch nicht, aber wir arbeiten daran.“
Die Entwicklungen an der Grenze zu Belarus bleiben angespannt, während die Ukraine ihre Verteidigungsanlagen kontinuierlich ausbaut und dafür sorgt, dass sie auf jede mögliche Bedrohung vorbereitet ist.
Quellen: n-tv
Bildquelle: Presidential Executive Office of Russia via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)








