Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Bereit für die Bayern: Leipzig knackt Freiburg mit Standards

Lange geht nichts, dann geht alles ganz schnell: Mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten besiegt Leipzig den SC Freiburg. Die Sachsen sind bereit für den Bayern-Hit.

Willi Orban jubelt über sein erstes Bundesliga-Tor der Saison.
Foto: Jan Woitas/dpa

RB Leipzig hat mit Verzögerung einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hingelegt und seine kleine Ergebniskrise rechtzeitig vor dem Bundesliga-Hit gegen Bayern München beendet. Die Sachsen besiegten den SC Freiburg mit 2:0 (0:0) und konnten nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen wieder einen Sieg feiern.

Vor lediglich 30.902 Zuschauern fiel die Entscheidung durch zwei Tore innerhalb von drei Minuten. Willi Orban, der Abwehrchef, erzielte in der 53. Minute nach einem Freistoß das Führungstor für Leipzig. Dann erhöhte der Mittelstürmer Romulo in der 56. Minute nach einer Ecke ebenfalls per Kopf. Leipzig festigte somit den dritten Platz hinter dem Spitzenreiter München und dem Verfolger Dortmund.

Comeback von Ouédraogo

Leipzigs Trainer Ole Werner gewährte seinem Senkrechtstarter Yan Diomande noch etwas Ruhe. Der 19-Jährige, der erst am Sonntag per Privatjet vom Afrika Cup zurückgekehrt war, stand etwas überraschend nicht in der Startelf. Dafür gab Nationalspieler Assan Ouédraogo nach überstandener Knieverletzung sein Comeback und rückte auf die etwas ungewohnte Position des Linksaußen.

Freiburg musste unerwartet auf Matthias Ginter verzichten, da der Routinier mit einem Infekt ausfiel. Trotz des Fehlens von Ginter war die umgebaute SC-Defensive zunächst nicht zu bemerken. Die Gäste verteidigten diszipliniert, machten die Räume eng und erschwerten den Leipzigern das Leben in der Offensive erheblich.

Erste Hälfte: Gefahr nur durch Seiwald

Die erste Halbzeit war – wohlwollend ausgedrückt – ohnehin eher etwas für Taktikliebhaber. Wer ein Spektakel mit Chancen und Toren erwartet hatte, hatte sich das falsche Spiel ausgesucht. Bezeichnend: Nicolas Seiwald, bei Leipzig eigentlich mit der Priorität aufgestellt, das Spiel des Gegners zu zerstören, hatte die beiden besten Abschlüsse. Doch zweimal verhinderte SC-Keeper Noah Atubolu gegen den österreichischen Nationalspieler einen Rückstand und dessen erstes Bundesliga-Tor (31./41.).

In Leipzig fehlte häufig die Präzision in der Offensive, das wegen des Wetters abgesagte Spiel beim FC St. Pauli am vergangenen Samstag machte sich zumindest in Bezug auf den Spielrhythmus bemerkbar. Also mussten Standardsituationen her, auf die hatte Werner im Trainingslager in Portugal besonderen Wert gelegt.

Ein Freistoß, eine Ecke, zwei Tore

David Raum kämpfte an der Torauslinie um einen Freistoß, führte ihn persönlich präzise in den Fünfmeterraum. Dort setzte sich Orban durch und erzielte kraftvoll per Kopf sein erstes Saisontor. Plötzlich lief es in der RB-Offensive. Tidiam Gomis (55.) dribbelte sich auf der rechten Seite durch, seinen Abschluss klärte Atubolu zur Ecke. Auch diese trat Raum. Christoph Baumgartner scheiterte per Kopf an Atubolu, doch Romulo stand genau richtig und drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie.

Werner wollte sicherstellen, dass seine Mannschaft weiterhin dominant blieb und setzte Diomande und Antonio Nusa auf den offensiven Außenpositionen ein. Der Norweger Nusa spielte einen Pass auf Baumgartner (67.) im Strafraum, dessen Schuss jedoch am Pfosten landete. Auch Nusa, der nach seiner Einwechslung auffällig war, traf in der Schlussphase erneut den Pfosten (80.).

dpa