Ein Lehrer in Bremen bleibt trotz schwerwiegender Vorwürfe und eines Rechtsstreits im Unterricht. Das Oberverwaltungsgericht entschied, dass er weiterhin unterrichten darf, was Entsetzen bei der Schulbehörde und unter den Schülern auslöste.
Bremen: Affäre mit Schülerin – Lehrer bleibt trotz Vorwürfen im Dienst

Fall eines Lehrers in Bremen sorgt für Aufregung
In Bremen sorgt der Fall eines Lehrers für erhebliche Diskussionen. Ein langwieriger Rechtsstreit ist nun entschieden worden, jedoch nicht im Sinne der Bremer Schulbehörde. Das Oberverwaltungsgericht Bremen stellte in einem Beschluss fest, dass der 49-Jährige etwa 20-mal Geschlechtsverkehr mit einer Schülerin hatte, dennoch darf er weiterhin unterrichten.
Die Schulbehörde zeigt sich entsetzt über das Urteil. Eine Sprecherin äußerte gegenüber t-online am Mittwoch, dass der Fall eine „hohe Relevanz“ habe und man sich einen anderen Ausgang des Verfahrens gewünscht hätte.
Reaktionen der Schülerschaft und öffentliche Wahrnehmung
Die Reaktionen der Schülerschaft sind ebenfalls aufschlussreich. Eine 18-jährige Schülerin des betroffenen Gymnasiums äußerte sich gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Wir haben es heute Morgen erfahren. Mein erster Gedanke: Gut, dass ich bald weg bin von hier.“
Ein Schild an der Schule, auf dem der Name des Gymnasiums steht, gibt ebenfalls einen Hinweis auf die Stimmung unter den Schülern. Jemand hat mit dunkelroter Farbe „Epstein Island“ darauf gesprüht, was auf den Sexualverbrecher Jeffrey Epstein anspielt, der seine Macht ausnutzte, um zahlreiche Minderjährige zu missbrauchen.
Hintergrund des Falls und Vorwürfe gegen den Lehrer
Der Fall des Lehrers L. am Gymnasium ist der Bremer Schulbehörde seit 2023 bekannt. Ein Schüler hatte sich damals per E-Mail gemeldet und berichtet, dass der alkoholisierte Lehrer während einer Exkursion mehrfach den Arm um eine Schülerin gelegt und sie unter anderem am Gesäß berührt habe. Zudem existiert ein Handyvideo, auf dem Schülerinnen im Bikini das Wohnmobil von L. reinigen, das als „Bumms-Mobil“ bekannt war.
In der Folge wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, in dessen Verlauf weitere Vorwürfe erhoben wurden. Die Schulbehörde stellte L. zunächst frei und erteilte ihm ein Hausverbot, gegen das der Lehrer klagte. Der Fall gelangte zunächst vor das Verwaltungsgericht, das die Freistellung aufhob. Daraufhin befragte die Schulbehörde weitere Zeugen und legte zusätzlich belastendes Material vor, was zur erneuten Freistellung des Lehrers führte.
Vorwürfe der Schulbehörde im Detail
Die Vorwürfe der Schulbehörde gegen L. im Einzelnen:
- Alkoholisierter Zustand während einer Exkursion
- Unangemessene Berührungen einer Schülerin
- Verbreitung eines Videos, das Schülerinnen in unangemessener Kleidung zeigt
- Schaffung eines unprofessionellen Umfelds im Schulkontext
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Bildquelle: Jeff Stapleton auf Pexels








