Karin Prien, die Familienministerin, hat angedeutet, dass es möglicherweise Änderungen bei der geplanten Kürzung des Elterngeldes geben wird. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland äußerte sie den Wunsch, die Reform des Elterngeldes erneut zu überdenken.
Bundesfamilienministerin denkt über Neuausrichtung der Elterngeldregelungen nach

Karin Prien, die Familienministerin, hat angedeutet, dass es möglicherweise Änderungen bei der geplanten Kürzung des Elterngeldes geben wird. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland äußerte sie den Wunsch, die Reform des Elterngeldes erneut zu überdenken. Nach den intensiven Diskussionen des vergangenen Sommers erscheint es sinnvoll, sich zusammenzusetzen und zu überprüfen, ob die angestrebten Einsparungen tatsächlich gerechtfertigt sind.
In Bezug auf die mögliche Verkürzung der Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate zeigte sich die Politikerin von der CDU bereit, alternative Lösungen in Betracht zu ziehen. Momentan befindet sich die Koalition in Beratungen über verschiedene Optionen, die die aktuelle Haushaltslage einbeziehen. Dies lässt darauf schließen, dass die ursprünglich geplanten Einschnitte eventuell nicht in der vorgesehenen Weise umgesetzt werden könnten.
Ein weiterer Punkt, den Prien ansprach, betrifft die Verteilung der Elterngeldmonate zwischen den Eltern. Auch hier könnten Anpassungen in Erwägung gezogen werden. Die Ministerin ließ durchblicken, dass alle Facetten der Reform zur Diskussion stehen und man sich noch nicht auf ein endgültiges Konzept festgelegt hat.
Ursprünglich wurde die Reform des Elterngeldes im Rahmen von Einsparvorgaben entworfen. Im vergangenen Sommer entstand ein Entwurf, der eine Kürzung der Bezugsdauer um zwei Monate vorsah — von 14 auf 12 Monate. Dieser Entwurf wurde zur Abstimmung an andere Ministerien weitergeleitet und sah vor, dass jeder Elternteil drei Monate Elterngeld erhält, während die restlichen sechs Monate zwischen den Partnern aufgeteilt werden können. Dies hätte zur Folge gehabt, dass ein Elternteil, der das Elterngeld allein in Anspruch nimmt, maximal neun Monate staatliche Unterstützung erhalten würde.
Die Reformvorschläge stießen auf breite Kritik. Insbesondere nach den jüngsten Wahlniederlagen von CDU und SPD in mehreren Bundesländern wird innerhalb der Koalition über mögliche Kurskorrekturen bei verschiedenen Reformprojekten diskutiert. Auch die umstrittenen Pläne zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende stehen zur Debatte.
Die Familienleistungen machen den größten Posten im Etat des Ministeriums aus, was die Dringlichkeit von Einsparungen und Reformen unterstreicht. Prien hob hervor, dass die Bedürfnisse der Eltern bei der Überarbeitung der Reform stärker berücksichtigt werden müssen.
Quellen: tagesschau, Merkur
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