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Chemikaliengefahr in Dosen-Fertiggerichten: Verbraucher sollten wachsam sein

Öko-Test entdeckt alarmierende Mengen der Chemikalie Bisphenol A in beliebten Dosenfertiggerichten. Verbraucher sollten ihren Konsum reduzieren, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Öko-Test warnt: In diesem Dosen-Fertiggericht lauert eine besorgniserregende Chemikalie
KI-generiert

Die Konservendose hat sich als bewährtes Mittel zur Lagerung von Lebensmitteln etabliert. Dennoch sollten gesundheitsbewusste Verbraucher in Erwägung ziehen, ihre Nutzung einzuschränken. Tester von Öko-Test entdeckten in vielen Dosen die Chemikalie Bisphenol A (BPA), die besonders bei einem namhaften Markenhersteller in die Kritik geraten ist.

In Dosen sind zahlreiche Lebensmittel wie Softdrinks, Ananas, Gemüse, Linseneintöpfe, Ravioli, Thunfisch und Kokosmilch erhältlich. Trotz der praktischen Handhabung ist das Image dieser Verpackungsart aufgrund von Schadstoffen wie Bisphenol A negativ behaftet. Diese Chemikalie kann aus der Innenbeschichtung der Dosen in die Nahrungsmittel gelangen und ist besonders besorgniserregend, da sie fruchtbarkeitsschädigende und hormonähnliche Effekte hervorrufen kann. Die Aufnahme von BPA erfolgt hauptsächlich über die Nahrung, wobei Konserven eine der bedeutendsten Quellen darstellen.

Umfassende Tests auf Bisphenol A

Öko-Test hat insgesamt 52 unterschiedliche Konserven analysiert, um die Gehalte von Bisphenol A sowie den verwandten Chemikalien Bisphenol S (BPS) und Bisphenol F (BPF) zu überprüfen. Die Produktauswahl umfasste unter anderem 10 Linseneintöpfe, 6 Ravioli, 9 Erbsen und Möhren sowie 11 Ananasscheiben in Weißblechdosen. Außerdem wurden 10 Heringsfilets und 6 Softdrinks in Aludosen getestet. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, ob bestimmte Lebensmittel aufgrund ihrer Inhaltsstoffe oder Zusammensetzung höhere Belastungen aufweisen, die den Übergang von Bisphenolen begünstigen könnten.

Neue gesetzliche Regelungen zur Verringerung von Bisphenolen

Ein neu verabschiedetes Gesetz, das seit dem letzten Monat gilt, soll die Belastung von Lebensmittelverpackungen mit Bisphenolen reduzieren. Diese Regelung ist eine direkte Folge der Entscheidung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2023, die die als gesundheitlich unbedenklich geltende Tagesdosis für BPA erheblich gesenkt hat. Die aktuelle Verordnung verbietet den gezielten Einsatz von Bisphenol A sowie anderen schädlichen Bisphenolen in Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Produkte ohne nachweisbare Bisphenole

Die Testergebnisse belegen, dass der “Bio Primo Linseneintopf rustikal” von Müller Drogeriemarkt als erstes Produkt in einer Weißblechdose erprobt wurde, in dem das Labor keine Rückstände von BPA, BPS oder BPF finden konnte. Auch die “Sea Gold Heringsfilets geteilt in Tomatensauce” von Netto schnitten positiv ab, obwohl sie in Aluminiumdosen verpackt sind. Dennoch konnten die Tester keine eindeutige Aussage darüber treffen, ob Aluminium sich vorteilhaft auf die Bisphenol-Belastung auswirkt. Bei vier weiteren Produkten wurden lediglich minimale Spuren von BPA, BPS oder BPF festgestellt, die als “sehr gering” eingestuft wurden.

Erhöhte Bisphenol-Belastungen bei beliebten Lebensmitteln

Im Gegensatz dazu zeigt die Untersuchung besorgniserregende Ergebnisse bei den “Maggi Ravioli in Tomatensauce”: Eine Portion enthält 833 Mal mehr BPA, als von der EFSA als gesundheitlich unbedenklich angesehen wird. Dies bedeutet, dass eine Person mit 60 Kilogramm beim Verzehr einer einzigen Portion bereits mehr BPA aufnimmt, als für einen Zeitraum von über zwei Jahren als unbedenklich gilt, sofern keine weiteren Dosenprodukte konsumiert werden.

Zusätzlich weisen die “Bonduelle Erbsen & Möhrchen feine Auslese” sowie die “Greenland Erbsen mit Möhren sehr fein” von Penny ebenfalls hohe Bisphenol-Werte auf.

Empfehlungen zur Minimierung der Belastung

Angesichts der potenziellen Gesundheitsrisiken, die eine langfristige Aufnahme von Bisphenol A mit sich bringt, empfiehlt Öko-Test, den Konsum von Dosenlebensmitteln stark zu reduzieren und möglichst auf frische Produkte umzusteigen. Angebrochene Dosen sollten in ein Schraubglas umgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden, um die Migration von Schadstoffen in die Lebensmittel zu minimieren.


Quellen: n-tv, oekotest

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS