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Christoph Metzelder angeklagt wegen Kinderpornografie

Genau vor einem Jahr holten Fahnder Christoph Metzelder an der Sportschule Hennef (NRW) ab und durchsuchten sein Haus. Die Staatsanwaltschaft erhob nun Anklage wegen des Verschaffens und Besitzes von Kinderpornografie.

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Genau vor einem Jahr holten Fahnder Christoph Metzelder an der Sportschule Hennef (NRW) ab und durchsuchten sein Haus. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage wegen des Verschaffens und Besitzes von Kinderpornografie.

Jetzt wird es ernst für den Ex-Fußballstar und Vize-Weltmeister Christoph Metzelder (39). Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen ihn erhoben. Der Vorwurf: Verschaffen und Besitz von Kinderpornografie.

Zwei Frauen beschuldigen Metzelder, ihnen kinderpornografische Bilder geschickt zu haben. Die Frauen kommen aus Hamburg und aus dem Münsterland. 30 verdächtige Bilder sollen auf dem dem Handy einer der Frauen sichergestellt sein. Untersuchungen ergaben, dass Christoph Metzelder selbst diese Bilder verschickt hat.

Gegen die Frau aus Hamburg wird ebenfalls ermittelt, da sie die Fotos nicht sofort zur Anzeige brachte und somit ebenfalls im Besitz von Kinderpornografie war. Bisher handelt es sich bei den angeklagten Straftaten „nur“ um Vergehen, nicht um Verbrechen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) hatte jüngst nach dem Bekanntwerden eines riesigen Missbrauchsnetzwerks in Münster gesagt: „Kindesmissbrauch ist für mich genauso wie Mord. Damit wird das Leben von Kindern beendet – nicht physisch, aber psychisch.“

Sie haben den Verdacht, dass in Ihrem Umfeld ein Kind misshandelt oder missbraucht wird? Sie haben etwas gesehen, das Ihnen Sorgen bereitet? Dann können Sie sich (anonym) an das „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ wenden: 0800 22 55 530.

Kinder und Jugendliche, die Opfer eines Missbrauchs wurden, bekommen unter der „Nummer gegen Kummer“ 116 111 kostenlose Unterstützung. Auf der Website gibt es die Möglichkeit, mit Beratern zu chatten. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

Wenn Sie das Gefühl haben, pädophile Neigungen zu besitzen, finden Sie Ansprechpartner beim Projekt „Kein Täter werden“ von der Berliner Charité. Auf der Website und unter 030 450 529 450 erhalten Sie kostenlose Informationen. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

nf24