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Christoph Metzelder Kinderpornografie-Geständnis

In Düsseldorf steht der ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder vor Gericht Der 40-Jährige soll kinderpornografische Inhalte besessen und sogar verbreitet haben.

Foto: ph.FAB / Shutterstock.com

In Düsseldorf steht der ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder vor Gericht Der 40-Jährige soll kinderpornografische Inhalte besessen und sogar verbreitet haben.

Zu Beginn des Prozesses gab Metzelder bekannt, alle öffentlichen Auszeichnungen wie etwa den Landesverdienstorden NRW und das Bundesverdienstkreuz zurückzugeben. Dies werde er aus Respekt vor den jetzigen und künftigen Preisträgern tun. Das Gericht hatte betont, dass der 40-Jährige bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens als unschuldig gilt.

Am Mittag: Nach einer kurzen Verhandlungspause räumte Metzelder die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zum Teil ein. Den Tränen nahe, gestand er, Kinderpornos verschickt zu haben.

Er habe „schwere moralische Schuld“ auf sich geladen, gab der Ex-Fußballer zu. „Den Besitz von nahezu 300 Dateien wie angeklagt, gestand er nicht. „Ich akzeptiere die Strafe und bitte die Opfer sexueller Gewalt um Vergebung. Ich werde den Rest meines Lebens mit dieser Schuld als Teil der Gesellschaft leben müssen“, sagte Metzelder“, berichtet „Bild“.

Privates

Christoph Tobias „Metze“ Metzelder wurde am 5. November 1980 in Haltern geboren. Er ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer sowie -funktionär.

Der Verteidiger wurde 2002 mit Borussia Dortmund Deutscher Meister, gewann 2008 mit Real Madrid die spanische Meisterschaft und 2011 mit dem FC Schalke 04 den DFB-Pokal. Mit der Deutschen Nationalmannschaft wurde er 2002 Vizeweltmeister.

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Strafverfahren wegen Kinderpornografie

Am 19. August 2019 leitete die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Christoph Metzelder ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ein. Dem vorausgegangen war einige Wochen zuvor ein Hinweis an die Behörde durch die Bild-Zeitung. Die Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin beim Amtsgericht Hamburg einen Durchsuchungsbeschluss für Wohn- und Geschäftsräume Metzelders, der am 3. September 2019 vollstreckt wurde. Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte die Ermittlungen gegen und Durchsuchungen bei Metzelder einen Tag später in einer Pressemitteilung. Metzelder selbst ließ gegen die Nennung seines Namens durch Medien gleichwohl juristisch vorgehen und konnte sich damit durchsetzen. Auch gegen eine öffentliche Behandlung des Falles im Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags ging Metzelder teilweise erfolgreich vor.

Am 2. September 2020 erhob die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, an welche das Ermittlungsverfahren wegen des Wohnortes Metzelders zwischenzeitlich abgegeben worden war, Anklage gegen Metzelder beim örtlichen Amtsgericht. Sie wirft ihm demnach vor, über den Kurznachrichtendienst WhatsApp an drei Frauen insgesamt 27 kinderpornografische Inhalte versendet zu haben. Des Weiteren legt sie ihm zur Last, auf seinem Handy 297 kinder- bzw. jugendpornografische Dateien besessen zu haben.

Nach Erhebung der Anklage versuchte Metzelder, die Verbreitung einer Pressemitteilung des Amtsgerichts über den Vorgang untersagen zu lassen, scheiterte aber zunächst vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf. Laut dem ablehnenden Beschluss des Verwaltungsgerichts hatte Metzelder im Rahmen des Ermittlungsverfahrens ein Geständnis abgelegt. Das Oberverwaltungsgericht änderte den Beschluss des Verwaltungsgerichts im Februar 2021 teilweise ab. Das Amtsgericht habe ihn zwar namentlich in der Pressemitteilung nennen dürfen, nicht aber Details zur Anklage. Die Pressemitteilung habe daher Metzelders Recht auf ein faires Verfahren ebenso wie sein allgemeines Persönlichkeitsrecht verletzt.

Im Februar 2021 ließ das Amtsgericht Düsseldorf die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Metzelder zu. Zeitgleich äußerte sich die Hauptbelastungszeugin öffentlich gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit zu den Vorwürfen gegen Metzelder.

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nf24