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SC Freiburg siegt gegen Hamburger SV in turbulenter Partie

Freiburg gewinnt 2:1 gegen HSV. Matanovic sorgt für den Lucky Punch, während HSV in Unterzahl keine Antwort hat.

Freiburg bejubelt einen Heimsieg gegen Hamburg
Foto: Silas Stein/dpa

Der SC Freiburg ist dank Igor Matanovic erfolgreich aus der Winterpause zurückgekehrt. Die Breisgauer siegten mit 2:1 (0:0) gegen den Hamburger SV, der nach wie vor auf seinen ersten Auswärtssieg seit dem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga wartet. Während Freiburg den Anschluss an die obere Tabellenhälfte behält, steckt der Aufsteiger im unteren Mittelfeld fest.

Die Gäste gingen in einer turbulenten zweiten Halbzeit durch Luka Vuskovic noch in Führung (48.). Doch beinahe sofort danach holte Lucas Höler einen Elfmeter heraus, den Vincenzo Grifo verwandelte. Die Szene hatte noch eine weitere Konsequenz: Daniel Elfadli sah für das Foul die Gelb-Rote Karte. Hamburg spielte fast eine Halbzeit in Unterzahl und kassierte spät das zweite Gegentor durch Matanovic (83.).

Im Gegensatz zum Norden Deutschlands, wo aufgrund des Winterwetters sowohl das Spiel zwischen Werder Bremen und Hoffenheim als auch das Duell zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig abgesagt wurde, fand die Partie in der ausverkauften Freiburger Arena trotz Schneefalls wie geplant statt.

Winter-Neuzugang direkt in der Startelf

Schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Merlin Polzin angedeutet, Winter-Neuzugang Damion Downs nur wenige Tage nach seiner Unterschrift beim HSV mit großer Wahrscheinlichkeit in den Kader zu berufen. Der HSV-Coach ging aber noch einen Schritt weiter und beorderte den 21-jährigen Angreifer in die Startelf. «Er ist voller Energie und Power», meinte Polzin über den vom FC Southampton ausgeliehenen Ex-Kölner.

Die neuen Mitspieler suchten Downs zwar immer wieder, aber das Spiel lief weitgehend an ihm vorbei. Die Freiburger Abwehrspieler Philipp Lienhart und Matthias Ginter hatten den Stürmer jedoch gut im Griff.

Latte rettet HSV

Auch die ersten Möglichkeiten gehörten nicht den Gästen. Eine misslungene Flanke von Lukas Kübler flog gefährlich nah am rechten Torpfosten vorbei (7.) und kurz darauf traf der aufgerückte Außenverteidiger aus spitzem Winkel die Latte. Die Gastgeber setzten ihre Bemühungen fort, scheiterten jedoch in Person von Höler auch an fehlender Kaltschnäuzigkeit (19./23.).

Die Hamburger gaben den Ball an den Sport-Club ab und legten ihren Fokus hauptsächlich auf die Defensive. Wenn sie jedoch nach vorne drängten, wurden Fábio Vieira und Jean-Luc Dompé mit ihren Flanken von Abwehrchef Ginter gestoppt.

Acht Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit musste Noah Atubolu, der Torwart des SC, zum ersten Mal eingreifen. Nach einem Fehler von Lienhart tauchte Downs vor dem Torhüter auf, aber Atubolu war vor dem Stürmer am Ball.

Geduld gefragt

Die Partie wurde zunehmend zu einem Geduldsspiel, in dem der HSV immer stärker wurde. Das Tempo steigerte sich, die Chancen häuften sich. Dennoch behielt Atubolu bis zur Halbzeitpause immer wieder die Oberhand.

Direkt nach dem Anpfiff hatte der 23-Jährige beim Kopfball von Vuskovic das Nachsehen. Die Führung der Hamburger währte jedoch nur kurz: Grifo verwandelte den Elfmeter, Elfadli wurde vom Platz gestellt.

Während des zunehmenden Schneefalls erhöhten die Gastgeber in Überzahl den Druck – und belohnten sich durch Matanovic. Der 22-Jährige erzielte das achte Freiburger Jokertor in dieser Saison, was zu einem umjubelten Lucky Punch führte, auf den der HSV trotz intensiver Bemühungen keine Antwort mehr fand.

dpa