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Danke… glaube ich – Die typischen Geschenke, die eigentlich niemand haben möchte

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Man lächelt, bedankt sich herzlich – und fragt sich insgeheim, wohin mit diesem Geschenk. Zwischen gut gemeint und gut gemeint daneben liegt an Weihnachten, Geburtstagen und Jubiläen oft nur ein schmaler Grat.

Foto: Newsflash24 (KI generiert)

Geschenke sollen Freude bereiten, überraschen und Wertschätzung zeigen. In der Realität jedoch sorgen sie nicht selten für höfliche Verlegenheit, innerliches Augenrollen oder den direkten Weg in den Keller. Manche Präsente scheinen zeitlos unbeliebt zu sein – und tauchen dennoch Jahr für Jahr zuverlässig unter dem Weihnachtsbaum oder auf dem Gabentisch auf. Ein Blick auf die Klassiker der gut gemeinten Fehlgriffe.

Socken, Schals und Schlafanzüge – Der textile Klassiker

Kaum ein Geschenk steht sinnbildlicher für mangelnde Kreativität als Socken. Sie sind praktisch, ja – aber selten emotional. Besonders problematisch wird es, wenn Größe, Geschmack oder Material nicht passen. Ähnlich verhält es sich mit Schlafanzügen oder Schals in Farben, die man selbst nie gewählt hätte. Das Resultat ist oft ein Kleidungsstück, das nie getragen wird, aber aus Höflichkeit behalten bleibt.

Deko ohne Kontext – Staubfänger mit Symbolwert

Kerzenhalter in fragwürdigen Formen, Figuren mit Engelsflügeln oder Schilder mit Lebensweisheiten wie „Live, Laugh, Love“ gehören zu den häufigsten Geschenken, die zwar nett aussehen sollen, aber selten zum Stil der Beschenkten passen. Solche Dekorationen landen oft schnell in Schubladen oder werden von Raum zu Raum weitergereicht – bis sie irgendwann ganz verschwinden.

Parfum und Kosmetik – Hochriskante Geschenke

Parfum zu verschenken ist mutig. Gerüche sind extrem individuell, und was der eine liebt, kann für den anderen unerträglich sein. Ähnliches gilt für Pflegeprodukte, besonders wenn sie Hauttypen, Vorlieben oder Allergien ignorieren. Das Lächeln beim Auspacken ist meist ehrlich bemüht – die spätere Nutzung jedoch eher unwahrscheinlich.

Gutscheine ohne Inspiration – Gut gemeint, schlecht umgesetzt

Gutscheine gelten als sichere Wahl, können aber schnell unpersönlich wirken. Besonders unbeliebt sind solche mit kurzer Gültigkeit, umständlicher Einlösung oder für Geschäfte, die man nie besucht. Ein Gutschein ist nur dann ein gutes Geschenk, wenn er zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat – alles andere fühlt sich eher nach Pflichtlösung an.

Humorartikel ohne Humor – Wenn der Witz nicht zündet

Tassen mit zweideutigen Sprüchen, T-Shirts mit Insider-Humor oder Scherzartikel, die niemand wirklich lustig findet, sind ein weiteres Minenfeld. Humor ist subjektiv – und was den Schenkenden zum Lachen bringt, sorgt beim Beschenkten nicht selten für peinliches Schweigen.

Selbstgemachtes ohne Nachfrage – Gut gemeint ist nicht immer gut

Handgestrickte Mützen, selbstgemachte Liköre oder gebackene Spezialitäten können wunderschön sein – oder komplett daneben. Ohne Kenntnis von Geschmack, Allergien oder tatsächlichem Bedarf wirken solche Geschenke schnell übergriffig, auch wenn sie viel Mühe gekostet haben.

Die Liste der unbeliebten Geschenke zeigt vor allem eines: Schenken ist weniger eine Frage des Geldes als der Aufmerksamkeit. Die besten Geschenke sind nicht teuer, sondern durchdacht. Sie zeigen, dass man zugehört, beobachtet und verstanden hat. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis – denn niemand möchte sich bedanken müssen für etwas, das er eigentlich nie haben wollte.

TS