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Deutsche Biathleten enttäuschen beim Heim-Weltcup in Oberhof

Die deutschen Biathleten leisten sich zu viele Patzer am Schießstand. Philipp Nawrath schafft es nur auf Rang 14, trotz gutem Start.

Wieder nicht zu schlagen: Tommaso Giacomel.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die deutschen Biathleten lieferten beim Heim-Weltcup in Oberhof in der Verfolgung aufgrund von zu vielen Fehlern am Schießstand eine enttäuschende Teamleistung ab. Philipp Nawrath schaffte es als bester des DSV-Quintetts auf Rang 14.

Als Sprint-Zweiter ins Rennen gegangen, lag er bis zur Hälfte des Rennens auf Siegkurs. Doch nach insgesamt sieben Strafrunden reichte es für den 32-Jährige nicht mal für einen Top-Ten-Platz. «Es war nicht so sehr windig und beherrschbar. Ich habe leider nicht den richtigen Fokus gefunden», sagte Nawrath in der ARD.

Bei der Endabrechnung verzeichneten die Deutschen 24 Fehlschüsse. Insgesamt wurde schlecht geschossen, kein einziger der 56 Starter kam fehlerfrei durch.

Podestchance vergeben

Nawrath lag 45,5 Sekunden hinter dem siegreichen Tommaso Giacomel im Sprint. Der Italiener gewann mit einem Vorsprung von 4,5 Sekunden vor dem Norweger Martin Uldal (4 Fehler). Auf dem dritten Platz landete der Schwede Sebastian Samuelsson (6/+ 8,8 Sekunden).

Nawrath hatte nach den beiden Liegendeinlagen zwei Strafrunden zu Buche stehen. Dennoch kam er als Führender zum ersten Stehendanschlag. Da ließ er aber gleich drei Scheiben stehen und fiel zurück. «Ich habe zwei, drei Runden vielleicht vorne einen Tick zu viel Druck gemacht», sagte er. Beim letzten Schießen hätte der Allgäuer durch die Fehler der anderen sogar wieder die Podestplätze angreifen können. Aber zwei weitere Extrarunden waren am Ende zu viel. 

David Zobel kam als 22. ins Ziel (6 Fehler), Lucas Fratzscher (4) wurde 27., Justus Strelow (3) landete auf Position 35 und Johannes Kühn (4) beendete sein zweites Weltcuprennen der Saison auf Rang 37. Für Lokalmatador Philipp Horn ist der Weltcup wegen eines viralen Infekts beendet. Die Männer sind zum Abschluss am Sonntag in der Staffel (11.00 Uhr/ARD und Eurosport) gefordert.

dpa