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Deutsche Biathletinnen Staffel-Dritte in Oberhof

Die deutschen Skijägerinnen geraten in der Staffel schnell ins Hintertreffen. Doch dann leitet Hettich-Walz die Verfolgungsjagd ein. Und am Ende wird gejubelt.

Janina Hettich-Walz liefert ein starkes Rennen ab.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die deutschen Biathletinnen haben beim Heim-Weltcup in Oberhof den zweiten Staffel-Podestplatz des Olympia-Winters erreicht. Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Franziska Preuß landeten auf dem dritten Platz, während Weltmeister Frankreich überlegen gewann. Im entscheidenden letzten Schießen unterlag Preuß im direkten Duell mit drei Nachladern gegen die fehlerfreie Norwegerin Maren Kirkeeide. Somit sicherten sich die Skandinavierinnen den zweiten Platz.

Nach einer Strafrunde von Grotian und insgesamt 13 Nachladern hatten die Schützlinge von Bundestrainer Kristian Mehringer am Ende 1:28,4 Minuten Rückstand auf den Olympia-Favoriten aus Frankreich. Norwegen lag 53,7 Sekunden zurück. Für die deutschen Frauen war es nach Platz drei in Hochfilzen das zweite Staffelpodium der Saison.

Rückstand zum Rennauftakt 

Vier Wochen vor dem Start der Winterspiele in Italien brachte Grotian mit einer Strafrunde im Stehendschießen ihr Team ins Hintertreffen. «Schon beim Anlauf habe ich mir gedacht, oh das könnte schwierig werden, meine Hände waren leider zwei Eisklötze», sagte Grotian in der ARD. Sie habe kein richtiges Gefühl in den Händen gehabt. «Gefühlt habe ich sie auch alle getroffen, aber leider ist keine umgefallen.»  

Grotian hatte beim Saisonauftakt Ende November in Östersund bei Platz elf bereits zwei Strafrunden absolviert. Für die 21-Jährige gestaltet sich die Saison bisher schwierig. Aufgrund einer Corona-Infektion verpasste sie die beiden Weltcups in Hochfilzen und Le Grand-Bornand. Bisher hat sie erst vier Rennen bestritten und muss um die Olympia-Qualifikation bangen.

Aufholjagd von Hettich-Walz

Grotian übergab mit einem Rückstand von 37,5 Sekunden auf Tannheimer. Die 20-Jährige vermied knapp eine weitere Strafrunde im Liegen. Stehend benötigte sie zwei Nachlader. So startete Hettich-Walz als Fünfte mit einem Rückstand von 1:16,5 Minuten auf die Spitze. Die 29-Jährige lieferte ab und brachte ihr Team auf den zweiten Platz.

Preuß hat das Nachsehen und freut sich doch

Weltcup-Gesamtsiegerin Preuß und Kirkeeide gingen fast gleichzeitig in den Schlussabschnitt. Preuß überzeugte zunächst mit einem schnellen Liegendschießen. Kirkeeide holte den Rückstand bis zum finalen Schießen auf und überholte Preuß am Schießstand: Während die Norwegerin nur 20,6 Sekunden brauchte, dauerte es bei Preuß 50,3 Sekunden. Trotzdem jubelte sie am Ziel mit ihren Teamkolleginnen.

Der Weltcup schließt am Sonntag mit der Männer-Staffel (11.00 Uhr/ARD und Eurosport) und dem Verfolger der Frauen (14.30 Uhr).

dpa