Die Große Dhünntalsperre im Bergischen Land, das zweitgrößte Trinkwasserreservoir Deutschlands, bietet eine malerische Kulisse und erinnert an norwegische Fjorde. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Biker, während Schwimmen und Wassersport verboten sind.
Dhünntalsperre im Bergischen Land: Ein Ausflugsziel mit skandinavischem Flair

Die Große Dhünntalsperre, gelegen im Bergischen Land, bietet eine beeindruckende Kulisse, die an die Fjorde Norwegens erinnert. Unter der Wasseroberfläche verbirgt sich eine fast vergessene Geschichte.
Ein künstlich angelegter Stausee
Die Talsperre, die in den 1980er-Jahren errichtet wurde, zeichnet sich durch ihre langgestreckten Wasserarme aus, die sich malerisch durch die Umgebung schlängeln. Im Gegensatz zu den natürlichen Fjorden Skandinaviens, die über Millionen von Jahren entstanden sind, wurde die Dhünntalsperre künstlich geschaffen. Heute ist sie das zweitgrößte Trinkwasserreservoir in Deutschland und hat sich zu einem beliebten Ziel für Ausflüge entwickelt, das von Köln aus in kurzer Zeit erreichbar ist.
Aktivitäten rund um die Talsperre
Obwohl Schwimmen und Wassersport am Stausee nicht gestattet sind, finden Wanderer und Radfahrer hier zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) und der Wupperverband haben mehrere Wanderwege entlang des Ufers und rund um die Talsperre markiert. Die Staudämme der Hauptsperre sowie der beiden Vorsperren können ebenfalls zu Fuß erkundet werden. Entlang der Wanderstrecken gibt es verschiedene Aussichtspunkte, die einen Blick auf die beeindruckende Landschaft bieten.
Führungen und Informationszentrum
Der Wupperverband organisiert regelmäßig Führungen für Schulklassen, um die Geschichte und Bedeutung der Talsperre zu vermitteln. Zudem steht ein Informationszentrum zur Verfügung, das Besucher über die Hintergründe und die Entstehung der Talsperre informiert.
Wanderwege für alle Ansprüche
Die Wanderwege sind sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Familien geeignet. Ein herausfordernder Rundweg von 40 Kilometern führt einmal komplett um die Dhünntalsperre und die beiden Vorsperren. Dieser Weg ist jedoch nur für geübte Wanderer empfohlen.
Die Flutung des Dhünntals
Die Inbetriebnahme der Talsperre im Jahr 1988 war eine Reaktion auf die drohende Trinkwasserversorgungskrise in den umliegenden Gemeinden nach mehreren trockenen Sommern. Dies führte zur Flutung des Dhünntals, in dem über 1.000 Jahre lang Menschen lebten. Insgesamt 22 Ortschaften waren von der Flutung betroffen, und etwa 210 Menschen mussten umgesiedelt werden. Die Überreste der ehemaligen Gebäude sind noch heute im Grund der Talsperre sichtbar, was die Geschichte des Gebiets mit dem Mythos der versunkenen Stadt Atlantis verknüpft.
Erreichbarkeit der Dhünntalsperre
Die Große Dhünntalsperre ist von Köln aus am besten über die Bundesstraße 506 zu erreichen, die rechtsrheinisch ins Bergische Land führt. Bei normalem Verkehrsaufkommen benötigt man vom Stadtzentrum aus weniger als eine Stunde, um die Talsperre zu erreichen.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








