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Die Ossis wissen es mal wieder besser

Statistisch gesehen sind die ostdeutschen Bundesländer wesentlich weniger von der Corona-Pandemie betroffen. Kann das an der Pflichtimpfung zur DDR-Zeiten liegen?

Foto: Depositphotos/Unsplash

Statistisch gesehen sind die ostdeutschen Bundesländer wesentlich weniger von der Corona-Pandemie betroffen. Kann das an der Pflichtimpfung zur DDR-Zeiten liegen?

Die Tuberkulose-Impfungen aus Zeiten der DDR schützen die ehemaligen ‚Ossis‘ vor dem neuen Sars-CoV-2-Virus. Laut Michael Borte (Angestellter im Leipziger Sankt-Georg-Klinikum und Mitglied der sächsischen Impfkommission) eine schöne Idee, doch eigentlich nicht beweisbar.  

Der Ansatz sei gar nicht mal so falsch. „Es gibt Hinweise dafür, dass lebende Impfungen einen günstigen Effekt haben, weil sie unser Immunsystem in bestimmte Richtung triggern.“ Der Impfschutz nach einer ‚Lebendimpfung‘ hält wesentlich länger an als bei einem ‚Totimpfstoff‘, zum Teil sogar lebenslänglich. Laut Borte ist es rein spekulativ, ob das jetzt auf die DDR-Population zutrifft, welche die Pflicht-Tuberkulose-Impfung bekam.

Dennoch zeigen Studien, der der BCG-Impfstoff den Krankheitsverlauf mildert. Demzufolge kann er definitiv vor einigen Atemwegsinfektionen schützen, erklärt ein Infektionsbiologe gegenüber der Deutschen Welle. Durch eine Tuberkulose-Impfung soll die körpereigene Abwehr mobilisiert werden. Forscher gehen davon aus, dass der Tuberkulose Impfstoff auch körpereigene Abwehrkräfte gegen das Corona-Virus kräftigen könnte.

Ob eine erneute Tuberkulose-Impfung einen eingeschränkten Corona-Schutz bietet, werden wir erst nach der Auswertung einiger Studien wissen. Mittlerweile laufen diese international mit freiwilligen Testpersonen.

Wenn die Hoffnungen sich bestätigen sollte,  könnten Ärzte und Pflegekräfte sich vielleicht schon im Herbst  wenigstens ein Stück weit vor Covid-19 schützen. Die Suche nach einem Impfstoff gezielt gegen Corona, bleibt jedoch bestehen! Denn erst eine wirksame Corona-Impfung kann die Pandemie beenden.

Quelle: zm, MDR jump, inFranken.de Bildquelle: Symbolfoto von depositphotos

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